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FLUG REVUE 07/2015

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Paris Air Show: Alles zur wichtigsten Luftfahrtmesse des Jahres Regierungsjets: So reisen die Mächtigen Gemanwings-Absturz: Neue Erkenntnise aus der Auswertung des Flugdatenrekprders

Zivilluftfahrt easyJet

Zivilluftfahrt easyJet übernimmt ihr 250. Flugzeug Carolyn McCall erwägt bereits die Beschaffung größerer Airbus A321. In der Auslieferungshalle wird ein Neuflugzeug für Nepal Airlines mit fünf Tonnen Hilfsgütern für die Erdbebenopfer beladen. Auch Ärzte fliegen mit. hoher Zuverlässigkeit. Die A320 erreiche eine Einsatzzuverlässigkeit von 99,7 Prozent, lobt Airbus-Programmvorstand Klaus Röwe. Airbus habe derzeit einen festen Auftragsbestand von 5085 Flugzeugen der A320-Familie und werde 2015 rund 500 Standardrumpfflugzeuge ausliefern. Rund 300 Millionen Euro investiere der Hersteller jedes Jahr in seine Standardrumpfjets. Dank der Einführung von Sharklets habe man zum Beispiel den Verbrauch schon im Jahr 2012 um drei bis vier Prozent gesenkt, jetzt folge mit der Generation A320neo eine Verbesserung um 15 Prozent. Gegenüber einer frühen „A320ceo“ ohne Sharklets werde man am Ende bei der neo sogar auf bis zu 25 Prozent bessere Verbrauchswerte kom- men. „Normalerweise müssten wir für 25 Prozent Verbesserung etwa zehn Milliarden Euro für eine komplett neue Flugzeugfamilie aufwenden. Jetzt gelingt der gleiche Verbesserungsschub stattdessen mit Detailarbeiten“, sagt Klaus Röwe. Wegen des hohen Auftragsbestands erhöhe der Hersteller die A320-Produktionsrate von heute 43 Flugzeugen im Monat zum ersten Quartal 2016 auf 44, zum zweiten Quartal 2016 auf 46 und zum Jahresanfang 20 17 sogar auf 50 Flugzeuge. Airbus sei „ausverkauft“ und erwäge deshalb nochmals höhere Produktionsraten von über 60 Flugzeugen pro Monat. Bis zum Jahr 2033 benötige der globale Markt 22 000 neue Flugzeuge dieser Größe, so dass alleine Airbus auf 600 Wachsende Niedrigpreis - Airlines nehmen bereits ein Drittel der A320-Produktion ab. 28 FLUG REVUE JULI 2015 www.flugrevue.de

Recaro-Leichtbausitze in einem aktuellen Kabinenmodell von Airbus. Viele Airlines wollen die Sitzzahl an Bord erhöhen. Airbus-Kunde easyJet Die 1995 gegründete easyJet startete mit Boeing 737-300 und 737-700. Ab 2003 stieg „U2“ komplett auf Airbus-Flugzeuge um. easyJet erste im FTSE-100- Gespräche Börsenindex Airbus und easyJet führen doppelte Notausgänge über den Flügeln der A319 ein. erste Order: 120 A319 erste Auslieferung 100. A319- Auslieferung erste A320- Auslieferung Nachbestellungen 200. Auslieferung A320-Familie 11. Juli 2013 Festbestellung 100 A320neo und 35 A320ceo 2002 2004 2006 2008 2010 2012 2014 Quelle: Airbus Auslieferungen im Jahr hoffen könne. „Wir erhöhen die Rate nur dauerhaft und nicht etwa nur für kurzzeitige Nachfragespitzen“, stellt Röwe klar. Er will seine Produkte durch zusätzliche Sitze in der Kabine noch attraktiver machen. So könne man die A320 derzeit schon mit bis zu 189 Sitzen und die A321 sogar mit bis zu 230 Sitzen bestuhlen. Ab 2018 biete Airbus für die A321neo optional auch eine Verdichtung auf 240 Sitze „und darüber hinaus“ an. AIRBUS A321NEO ALS NEUES FLAGGSCHIFF DER FAMILIE Die längste Version, der Airbus A321, einst eine Art Exot neben der viel stärker verkauften A320, nimmt allmählich in der Standardrumpffamilie eine Führungsrolle ein und wird bald mehr als die Hälfte der Produktion ausmachen. Dagegen sinkt die Nachfrage nach der kleineren A319. Von dem kürzesten Muster, der A318, hat Airbus – wie Boeing bei der 737-600 – sogar überhaupt keine neo- beziehungsweise „MAX“-Version mehr abgeleitet, die klassischen Ausführungen werden aber weiterhin angeboten. Gerade gegenüber der Boeing-Konkurrenz sieht sich Airbus bei der eigenen A320-Familie am oberen Spektrum der „Narrowbodies“ im Vorteil, zumal die A321neo dank neuester Getriebefan- Triebwerke bald auch transatlantische Reichweite schaffe und noch unter Hitze- und Höhenbedingungen gute Leistungen liefere. Klaus Röwe stichelt, dass sich bei der Boeing-Standardrumpffamilie von der künftigen MAX nur die 737 MAX 8 wirklich gut verkaufe. EASYJET-VERKEHR ERZEUGT JOBS IN HAMBURG Frank Horch, Hamburgs Senator für Wirtschaft, Verkehr und Innovation, lobte bei der Airbus-Übergabefeier, dass die Airline rund 100 Piloten und Flugbegleiter in Hamburg beschäftige. Mit Arbeitsplätzen am Flughafen und in der Fremdenverkehrsbranche seien dank des Engagements von easyJet rund 1000 zusätzliche Stellen geschaffen worden. Dabei hätten die Briten in der Hansestadt zum Beispiel für 26 Prozent mehr Besucher aus Dänemark gesorgt und für 33 Prozent mehr Besucher aus Italien. FR neo-Fortschritte Drei Airbus A320neo waren bei Redaktionsschluss dieser Ausgabe in der Luft, darunter zwei Flugzeuge mit dem Getriebefan von Pratt & Whitney und ein Flugzeug mit dem LEAP-Triebwerk von CFM International. Die Flotte war bislang bei rund 140 Flügen etwa 420 Stunden am Himmel über Südfrankreich unterwegs. Insgesamt sehen die Airbus-Planungen rund 2800 Flugstunden für die neo-Zulassung vor, für die in diesem Jahr vier A320neo und zwei A321neo sowie 2016 noch zwei A319neo im Einsatz sein werden. Die erste A320neo soll noch vor Jahresende 2015 zugelassen sein und ausgeliefert werden. Das platzsparende Kabinenheck der „SpaceFlex“-Option. Die Toilette (rechts) ist dennoch rollstuhlgerecht. Fotos: Airbus, Steinke (1) www.flugrevue.de

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