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FLUG REVUE 07/2016

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TOP- THEMA Drei

TOP- THEMA Drei Generationen Luftwaffen-Jets Vater und Sohn Schelchshorn flogen beide die F-4F Phantom. Der Junior brachte einige Maschinen zur Verschrottung. Als Inübunghalter sammelte Helmut Schelchshorn auch Erfahrung auf dem Alpha Jet.

„DER UMSTIEG VON DER PHANTOM AUF DEN EUROFIGHTER WAR WIE VON EINEM 7ER-BMW AUF EINEN PORSCHE.“ Philipp Schelchshorn zum Generationenunterschied der Fighter Wendige Lenkwaffen wie die IRIS-T eröffnen dem Piloten im Luftkampf neue taktische Möglichkeiten. Die MiG-29 ist zwar wendig, kann sonst aber längst nicht mit dem Eurofighter mithalten. Die Luftwaffe ist 60 – da sitzen heute schon die Enkel der Piloten der ersten Stunde im Cockpit. Und es gibt einige Vater-Sohn-Paare, die auf demselben Muster Flugstunden verbuchen konnten. Manchmal sogar im selben Verband – wie Helmut und Philipp Schelchshorn auf der F-4F Phantom II beim „Richthofen“-Geschwader in Wittmund. Das Besondere an den beiden: Vater Helmut flog vorher zehn Jahre F-104G Starfighter in Memmingen, Sohn Philipp ist heute Eurofighter-Pilot in Laage. Drei Generationen Jets, verschiedene Standorte in Nord und Süd, West und Ost, die Geschichte der Luftwaffe in zwei Flugzeugführergenerationen. Wie war es damals, wie ist es heute? Ihre fliegerische Wiege jedenfalls stand am selben Ort in den USA: Die Grundschulung bekamen beide auf der texanischen Sheppard Air Force Base, Helmut Schelchshorn 1973/74, Philipp Schelchshorn 2009/10. „200 Stunden flogen wir damals auf T-37A und T-38A, bevor es nach Luke in Arizona zur Waffensystemausbildung auf F-104G ging“, erinnert sich Oberst a.D. Helmut Schelchshorn. Fasziniert hat den 67-Jährigen an dieser Zeit die „enorme Menge an Fähigkeiten“, die vermittelt wurde. „Man ahnte zu Beginn gar nicht, was man alles lernen würde – und am Ende hatte man das ganze Spektrum drauf und enormes Selbstvertrauen, weil man wusste, was man kann.“ Die T-37 war schon ausgemustert, als Philipp Schelchshorn mit der Schulung begann. Er absolvierte den ersten Teil auf der T-6A Texan II. „Und wir hatten die T-38C mit Glascockpit, auf der wir zudem 40 Stunden zusätzlich IFF – Introduction to Fighter Fundamentals – geübt haben, die Grundlagen des Luftkampfs“, so der 28-jährige Hauptmann. Das war in den 1970er Jahren noch nicht mit im Programm. „Dafür sind wir auch Nachtformationen geflogen. Die sind später weggefallen“, sagt Helmut Schelchshorn. Damals habe das Allgemein-Fliegerische im Vordergrund gestanden, heute schon vielfach die Taktik. www.flugrevue.de FLUG REVUE Juli 2016 19

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