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FLUG REVUE 07/2016

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TOP- THEMA Drei

TOP- THEMA Drei Generationen Luftwaffen-Jets „WIR SIND HEUTE DURCH DIE INTENSIVE SIMULATOR- SCHULUNG AUF JEDE EVENTUALITÄT VORBEREITET.“ Philipp Schelchshorn zum Vorteil des Simulatortrainings „Wir hatten auch mehr Simulatortraining“, ergänzt der Sohn, was der Vater bestätigt: „Nur Minimum bei uns, es gab damals keine so fortschrittlichen Simulatoren.“ Inzwischen ist vieles anders geworden: Während er als Eurofighter-Pilot beim Taktischen Luftwaffengeschwader 73 „Steinhoff“ im Durchschnitt zwei- bis dreimal pro Woche im Simulator ist und zwei- bis viermal in der Luft, verbuchte sein Vater auf der F-104G im Jagdbombergeschwader 34 oft drei bis vier Flüge am Tag – und manchmal sogar fünf. 1800 Stunden brachte er so auf dem Starfighter zusammen. ERFAHRUNGEN AUF DER F-4F PHANTOM „Damals ging es darum, möglichst viel zu fliegen, Quantität ging vor Qualität, und die Qualität wurde durch Quantität erreicht.“ Traumhafte Verhältnisse seien das für einen jungen Jetpiloten gewesen. Auf der F-4F seien die Flugstunden dann weniger geworden. Der Übergang vom Starfighter zur Phantom, mit der er 1200 Stunden in der Luft war, sei nicht besonders schwergefallen, so Helmut Schelchshorn weiter. An den Waffensystemoffizier im zweiten Sitz habe er sich 1986 gewöhnen müssen, und „die schiere Größe“ der F-4 habe ihn in den Bann gezogen. „Ein Cockpit wie im Hochhaus.“ Und wendiger als die F-104 sei sie natürlich auch gewesen. „Aber dafür dauerte es elend lange, bis sie durch die Schallmauer war. Bis Mach 0.95 ging es zügig, aber dann hing man da. Die F-104 hingegen lief einfach.“ Für Schelchshorn junior war die Umstellung größer: „Die F-4F flog sich zwar ähnlich wie die T- 38C, aber vom Glascockpit in den alten Uhrenladen war es doch ein Rückschritt.“ Und natürlich der zweite Mann im Cockpit. „Aber da ich keine volle Umschulung mehr bekommen habe, bin ich immer mit Fluglehrer geflogen.“ 59 Stunden hat er noch auf der Phantom beim damaligen Jagdgeschwader 71 „Richthofen“ verbucht. „Nicht sehr viel. Aber ich habe 2013 vier Maschinen zur Verschrottung nach Jever gebracht. Das war schon eine Ehre, jeweils als deren letzter Pilot fungiert zu haben.“ Eindeutig wohler fühle er sich im Eurofighter. „Ich bin froh, Single-Seater zu fliegen und mein eigener Herr im Flugzeug zu sein.“ Das ist er jetzt bereits seit 230 Flugstunden. Und zeigt sich fasziniert vom modernsten Kampfjet der Luftwaffe. „Die hervorragende Sicht aus dem Cockpit, die Beschleunigung, die Wendigkeit – einfach toll!“ Er kann das Muster auch mit seinem direkten Vorgänger in Laage vergleichen: „In Polen habe ich einen Mitflug auf MiG-29GT bekommen. Die kann mit dem Eurofighter nicht mithalten.“ Schon das Radar sei eine ganz andere Hausnummer. „Das ECR90 des Eurofighters ist sehr benutzerfreundlich, drag and drop wie am PC, die Ziele mehrfarbig und in verschiedenen Formen dargestellt.“ Dank des Multifunctional Information Distribution System (MIDS) habe er zudem ein umfassendes Luftlagebild: „Ich weiß genau, was um mich herum vorgeht.“ So entwickle sich das Fliegen 20 FLUG REVUE Juli 2016 www.flugrevue.de

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