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FLUG REVUE 07/2016

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TOP- THEMA Drei

TOP- THEMA Drei Generationen Luftwaffen-Jets Philipp Schelchshorn will Fluglehrer auf dem Eurofighter werden. Der Eurofighter wird wohl noch viele Jahre bei der Luftwaffe fliegen. Die Phantom war über 40 Jahre in Dienst. „DIE F-4F WAR EIN ECHTES STICK-AND- RUDDER-FLUGZEUG.“ Philipp Schelchshorn zu den Flugeigenschaften der Phantom in Hightech-Maschinen immer mehr in Richtung Informationsmanagement. Vater Schelchshorn musste in seiner Anfangszeit auf der F-104G noch mit dem vergleichsweise simplen NASARR- F-15-A-Radar vorliebnehmen. „Aber das hat die Erdoberfläche sogar noch besser dargestellt als das alte AN/APQ-120 der F-4F, und die F-104 navigierte auch genauer.“ Insofern sei der Umstieg vom Starfighter auf die Phantom von der Avionik her wenig beeindruckend gewesen. Von 1988 bis 1990, als er beim Hauptquartier der Allied Air Forces Central Europe (AAFCE) in Ramstein eingesetzt war und als Inübunghalter Alpha Jet flog, hatte er gar kein Radar zur Verfügung. „Der große Sprung kam dann mit der Umrüstung der Phantom.“ 110 F-4F der Luftwaffe wurden in der Zeit von 1991 bis 1996 zur Version ICE (Improved Combat Efficiency) kampfwertgesteigert, erhielten das AN/APG- 65-Radar und die Fähigkeit zum Einsatz der radargelenkten Luftkampfrakete AIM-120 AMRAAM. „Plötzlich hat man auf dem Schirm Dinge gesehen, über die man früher nur vom Jägerleitoffizier gehört hatte, und konnte Mehrfachziele bekämpfen.“ Die Möglichkeiten der ICE-F-4F konnte Helmut Schelchshorn von 1995 bis 1998 als stellvertretender Kommodore des „Richthofen“-Geschwaders nutzen. KORPSGEIST BEEINDRUCKTE DEN SOHN Für Philipp Schelchshorn hat sich das zur Verfügung stehende Waffenspektrum beim Umstieg von der Phantom auf den Eurofighter nicht entscheidend geändert. „Ich bin ja in der Air-to-air-Rolle groß geworden. Die AMRAAM ist geblieben, nur statt der AIM-9L Sidewinder haben wir jetzt als Infrarot-Luftkampfrakete die IRIS-T. Und die Mauser-Bordkanone hat zwar mit 27 Millimeter ein um sieben Millimeter größeres Kaliber als die M61 Vulcan der F-4F, aber dafür fünf Läufe weniger“, sagt er lachend. Sein Vater hat da als Jagdbomber-Pilot in seiner Starfighter-Zeit ein ganz anderes Arsenal gehabt. „Memmingen flog zu Zeiten des Kalten Krieges mit dem Starfighter und auch nach der 1987 erfolgten Umrüstung auf den Tornado noch bis 1995 sowohl in der konventionellen als auch in der nuklearen Rolle“, erzählt Helmut Schelchshorn. So gab es pro Jahr jeweils zwei taktische Überprüfungen durch die NATO. Und mit der F-104G auch sehr viele Unfälle. „Das hat einen schon bewegt“, sagt der Senior. „Aber wir haben das verarbeitet und daraus gelernt. Und am nächsten Tag ging‘s weiter. Wir haben dem System und der Technik vertraut – und es herrschte ein enormer Zusammenhalt in der Staffel, im Dienst und danach.“ Dieser Korpsgeist war ein entscheidender Grund für seinen Sohn, ebenfalls Jetpilot werden zu wollen. „Ich bin in Wittmund zur Schule gegangen und habe im ‚Richthofen‘-Geschwader die tolle Kameradschaft gesehen, die weit über das Fliegen hinausgeht“, sagt er. „Das wollte ich ebenfalls: Teil dieses Teams sein.“ Das ist er auch geworden – und geblieben, obwohl er jetzt das „Steinhoff“-Wappen an der Fliegerkombi trägt. „2015 war ich drei Mal in Wittmund, um bei der Alarmrotte auszuhelfen.“ Er habe sich dafür freiwillig gemeldet, weil es ihm wichtig sei, mit echtem Einsatzauftrag zu fliegen und auf diesem Feld Erfahrungen zu sammeln. Doch obwohl er zum „Richthofen“-Verband eine besondere Beziehung pflegt, habe es ihn nach Laage gezogen – mit klar umrissenem Ziel: „Ich will Eurofighter-Fluglehrer werden.“ Und damit dieser Zwei-Generationen-Geschichte in der Luftwaffe ein weiteres Kapitel hinzufügen. FR 22 FLUG REVUE Juli 2016 www.flugrevue.de

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