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FLUG REVUE 07/2016

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TOP- THEMA Luftwaffe mit

TOP- THEMA Luftwaffe mit vielen Baustellen Die CH-53 will die Luftwaffe im nächsten Jahrzehnt durch ein neues Muster ersetzten. Alle Ressourcen immer nur auf die gerade aktuellen Einsatzanforderungen zu konzentrieren ist somit nicht der richtige Weg. „Angemessene Breite bei differenzierter Tiefe“ lautet aus Sicht von Generalleutnant Karl Müllner, dem Inspekteur der Luftwaffe, das Motto. Was nicht heißt, dass nicht innerhalb der NATO eine bessere Koordination der Partner zum Beispiel beim Lufttransport (European Air Transport Command) oder künftig bei der Luftbetankung viel Sinn macht. Auf eine Europäische Armee braucht man jedoch angesichts des gegenwärtigen Zustands der Europäischen Union nicht zu hoffen. So gilt es, die Der Tornado ist weiter wichtig, wie hier beim Einsatz gegen den IS. Einsatzbereitschaft der vorhandenen Kräfte wieder auf ein akzeptables Niveau zu bringen und die Folgen jahrelanger Unterfinanzierung zum Beispiel bei der Ersatzteilversorgung zu beseitigen. So genannte „Task Forces“ für Flugzeuge und Drehflügler wurden eingesetzt, aber die aufgelaufenen Mängel haben die unterschiedlichsten Ursachen und werden sich realistisch betrachtet erst mittelfristig beheben lassen. Manches Problem hat sich erst durch die unsäglichen Verzögerungen und Schwierigkeiten bei der Einführung neuer Muster ergeben. Weil zum Beispiel beim Airbus A400M immer neue Pannen offenbar werden, muss mindestens ein Teil der 50 Jahre alten Transall-Flotte noch bis 2021 in Dienst bleiben. Vielleicht ist sogar die Beschaffung einer Überbrückungslösung notwendig. Das Geld dafür fehlt dann an anderer Stelle. Neben der Erledigung der aktuellen Hausaufgaben darf die Luftwaffe angesichts oft langwieriger Beschaffungsentscheidungen und Entwicklungszyklen den Blick in die Zukunft aber nicht vergessen. Um einer Überalterung vorzubeugen, ist zum Beispiel die Ablösung des Transporthubschraubers CH-53G im nächsten Jahrzehnt notwendig. Hier kommt wohl nur der Kauf von aktuellen US-Mustern wie CH-47 Chinook oder CH-53K King Stallion in Betracht. UNBEMANNTE SYSTEME WERDEN UNVERZICHTBAR Ebenfalls benötigt wird aus Sicht der Luftwaffe ein neues Taktisches Luftverteidigungssystem (TLVS), das die Patriot ablösen soll. Diesbezüglich wird derzeit mit dem MEADS-Konsortium (Lockheed Martin und Airbus Defence & Space) über die Details eines Entwicklungsvertrags verhandelt. Nicht einfach, denn aufgrund der schlechten Erfahrun- Fotos: IAI, Luftwaffe/Vennemann, Bundeswehr/Bärwald 26 FLUG REVUE Juli 2016 www.flugrevue.de

gen mit anderen Rüstungsprojekten soll endlich das Risiko minimiert und der Industrie überlassen werden. Um nach dem Einsatz der gemieteten Heron I in Afghanistan und vielleicht demnächst in Mali weiter im wichtigen Bereich der unbemannten Flugsysteme am Ball zu bleiben, wird eine Mietlösung auf Basis des Heron TP von Israel Aerospace Industries angestrebt. Das bewaffnungsfähige Turboprop-Muster muss wohl bis mindestens Mitte der 2020er Jahre genutzt werden. Vorher ist nicht mit der Verfügbarkeit eines neuen europäischen Modells zu rechnen. Noch weiter in die Zukunft reichen Pläne für UCAV. Unbemannte Kampfjets werden aber aus Sicht der Luftwaffe auch in Zukunft nur gemeinsam mit bemannten Fightern in einem Verbund ein- gesetzt werden. Der Eurofighter, der derzeit nur für die Luftkampfrolle ausgerüstet ist, hat also noch viele Einsatzjahre vor sich. Er muss wie in anderen Nutzerstaaten auch verbesserte Systeme und neue Bewaffnung für Angriffseinsätze erhalten – ein Prozess, der wie so viele Pläne von der Verfügbarkeit entsprechender Haushaltsmittel abhängt. FR KARL SCHWARZ Statt Predator B will die Luftwaffe die IAI Heron TP mieten. 8798435-63-1.QXD_Layout 1 18.05.16 16:55 Seite 1 Gemeinsam gewachsen Seit 60 Jahren ist die Luftwaffe für Deutschland im Einsatz. Von Beginn an immer an der Seite der Teilstreitkräfte war die MTU Aero Engines – kompetent und zuverlässig. Im Laufe der Jahrzehnte hat sich die Kooperation immer mehr vertieft. Mit der Luftwaffe arbeitet die MTU heute so eng zusammen wie kein anderer in der Luftfahrt. Ein Erfolgsgarant sind die guten Kontakte zwischen den Piloten und Technikern der Luftwaffe und den Mitarbeitern der MTU. Viele Luftwaffen-Angehörige starteten nach ihrer aktiven Dienstzeit eine zweite Karriere bei Deutschlands führendem Triebwerkshersteller. In den zurückliegenden Jahrzehnten brachten MTU-Antriebe nicht nur die Kampfjet-Generationen in die Luft, sondern sorgten auch bei den Hubschraubern, Militärtransportern und Seeaufklärern unter deutschem Kommando für die richtige Power. Klangvolle Namen wie Starfighter, Phantom, Tornado, Eurofighter, Breguet Atlanic, Transall, Tiger und A400M zieren die Geschichte der Luftwaffe genauso wie die der MTU. Nach der Beschaffung des Eurofighters Ende der 1990er-Jahre standen beim Militär die Betriebskosten für dieses Flugzeug auf dem Prüfstand. Die Instandhaltung der Triebwerke war dabei ein wesentlicher Posten. Dies war die Geburtsstunde der Kooperation zwischen der Bundeswehr und der MTU Aero Engines. Es wurde ein Konzept aufgesetzt, das Soldaten und MTU-Mitarbeiter in die Abläufe der Unternehmung integrierte: Anstatt die Triebwerksinstandsetzung wie bisher sowohl in den Luftwaffenwerften als auch beim Triebwerkshersteller durchzuführen, sollte dies künftig ausschließlich im Triebwerksshop der MTU geschehen und zwar unter der Beteiligung von Luftwaffenangehörigen. Nach der Vertragsunterzeichnung Mitte 2002 traten die ersten Soldaten Anfang 2003 ihren Dienst beim Triebwerkshersteller in München an. Zum damaligen Zeitpunkt ein Novum. Die Zusammenarbeit lief so erfolgreich, dass das Konzept auf weitere Triebwerkstypen ausgeweitet wurde. Ende des Jahres 2005 nahmen Luftwaffe und MTU das Phantom-Triebwerk J79, den Tornado-Antrieb RB199 und das RR250-C20 des Panzerabwehr- und Unterstützungshubschraubers Bo 105 in die Kooperation auf. Die Arbeiten erfolgten in der damals neu eingerichteten Betriebsstätte der MTU im Fliegerhorst Erding. Damit war die MTU 2006 das erste Unternehmen, das eine Instandsetzungslinie innerhalb einer Bundeswehrliegenschaft betreibt. Einige Jahre später folgte das Tiger-Triebwerk MTR390. Heute werden alle militärischen Triebwerksmuster der MTU in Erding ADVERTORIAL betreut – auch das EJ200 des Eurofighters. Allein die Endmontage des TP400-D6 für den A400M verbleibt am Standort in München. Heute ist die MTU mit ihren Produkten in allen Schub- und Leistungsklassen ziviler Triebwerke vertreten und auf den entscheidenden Märkten der Welt präsent. Ihre Innovationskraft von heute ist jedoch stark im Militärbereich verwurzelt, der nach wie vor eine wesentliche technologische Bedeutung für zivile Anwendungen hat. Als verlässlicher Partner gemeinsam in eine erfolgreiche Zukunft – das ist und bleibt das Verständnis von Deutschlands führendem Triebwerkshersteller von einer engen Beziehung zu ihrem größten Einzelkunden. Wo die Bundeswehr und die MTU Hand in Hand zusammenarbeiten, entsteht doppelter Schub – zum Wohle für beide Seiten.

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