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FLUG REVUE 08/2015

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News ZIVIL- UND

News ZIVIL- UND MILITÄRLUFTFAHRTERSTE ROLLVERSUCHEMRJ auf dem Weg zum ErstflugDer Prototyp des Mitsubishi Regional Jet (MRJ) hatam 8. Juni erste Rollversuche absolviert. Zunächsterprobt Mitsubishi das Bremsverhalten und dieSteuerung des MRJ90 bei niedrigen Geschwindigkeiten. DieVersuche finden auf dem Flughafen von Nagoya-Komaki inder Präfektur Aichi statt. Anschließend erfolgen Rollversuchemit hoher Geschwindigkeit. Den verspäteten Erstflugdes MRJ90 planen die Japaner für September oder Oktober.Das zweite Flight Test Aircraft (FTA) soll noch bis Ende desJahres folgen. Die erste Auslieferung ist für das zweiteQuartal 2017 vorgesehen. Neue Bestellungen konnte Mitsubishiauf der Paris Air Show allerdings nicht verkünden, sodass es vorerst bei 223 fest bestellten Flugzeugen bleibt. Fürden Programmstart der größeren MRJ100X mit 100 Sitzengibt es noch kein Datum. Mitsubishi wartet nach eigenerAussage auf das „richtige Timing“.Foto: Mitsubishi Aircraft CorporationWartungsnetzwerkfür GetriebefanFoto: BoeingTanker-TestsBoeing hat den Prototyp EMD1 desKC-46A-Tankers am 2. Juni zum erstenMal mit Unterflügel-Schlauchbehälternund dem Tankausleger im Heck geflogen.Der Flug dauerte über vier Stunden. Esging dabei lediglich um eine Überprüfungder Auswirkungen auf die Aerodynamikder 767, auf der die KC-46 basiert. Mitdem Flug wurde die am 28. Dezember begonneneerste Flugtestphase abgeschlossen,die der FAA-Zulassung des Tankersdiente. Funktionale Tanksysteme sind erstim Testflugzeug EMD2 verbaut. Dieseswird derzeit in Everett auf den verzögertenErstflug vorbereitet, er soll nun imLaufe des Sommers erfolgen. Insgesamthat Boeing vier Prototypen vorgesehen.Foto: Pratt & WhitneyDIE IAE-Partner wollen bei der Instandhaltungdes PW1100G-JM-Getriebefans imRahmen des Konsortiums zusammenarbeiten.Einen entsprechenden Kooperationsvertraghaben Pratt & Whitney, MTU AeroEngines und JAEC in Paris unterzeichnet.Bei der MTU wird der Antrieb der A320-neo ab dem ersten Quartal 2016 in Hannoverbetreut. In Le Bourget vermeldete dasdeutsche Unternehmen Aufträge im Gesamtwertvon rund 800 Millionen Euro.CrowsnestDie Royal Navy wird auf ihren künftigenFlugzeugträgern den Merlin-Hubschrauber(EH101) auch für die Frühwarnmission nutzen.Als Radar wird das Searchwater 2000von Thales weiterverwendet. Hauptauftragnehmerfür das Crowsnest-Programmist Lockheed Martin UK. Das Unternehmenführt bereits die Modernisierung derMerlin HM1 auf den Mk2-Standard durch.Die Kosten des Programms werden auf500 Millionen Pfund (450 Mio. Euro) geschätzt.Es sollen zehn Systeme beschafftwerden, um ab 2018 die Sea King Mk7nahtlos ablösen zu können.Foto: Thales14 FLUG REVUE AUGUST 2015 www.flugrevue.de

VIP-InterviewNach der Ausbildung zum Offizier studierte Andreas Gundel an der Universität der Bundeswehr inMünchen Elek trote chnik. Er übernahm anschließend ver schie dene Führungspositionen in der Wir t schaf t,ist seit 2010 Geschäftsführer zweier Unternehmen der CADCON-Gruppe und seit 2011 auch ehrenamtlicherVorstand des Aerospace-Clusters bavAIRia e.V.Bitte stellen Sie unseren Leserndoch einmal den Cluster bavAIRiavor. Was waren die Gründungsziele?Die Idee zur Gründung eines Verbundesder Luft- und Raumfahrtunternehmenging vom bayerischen Wirtschaftsministeriumaus. Sinn und Zweck ist dieStärkung des Standortes, indem wir Unternehmenzusammenbringen, Innovationenund Forschung fördern und damitnatürlich die Wettbewerbsfähigkeit stärken.Inzwischen besteht unser Netzwerkvon Unternehmen und Forschungseinrichtungenaus mehr als 200 Mitgliedernund ist von den unterschiedlichstenAktivitäten geprägt. So bemühen wiruns unter anderem um Aus- und Weiterbildung,Standortmarketing, Systemerhaltund Forschungsexzellenz mit strategischerRelevanz für die Mitglieder.Wir haben in Deutschland den BDLIals Dachverband und bereits einigeregionale Cluster. Ist das auf Dauernicht zu viel Organisation?Der BDLI steht natürlich ganz oben undvertritt die Unternehmen gegenüber derPolitik, denn Luft- und Raumfahrt sindextrem von politischen Entscheidungengeprägt. Die regionalen Verbände indessenerfassen auch viele Unternehmen,die keine BDLI-Mitglieder sind, unddeshalb sind solche Netzwerke schonsinnvoll. Dennoch gibt es irgendwoauch Grenzen, denn wenn erst jedeStadt ein eigenes Netzwerk hat, danngibt es keine Knoten mehr. Hamburgund München sind dabei die einzigenAusnahmen.Gibt es Kontakte zu anderenVerbänden, und wie sehen diesekonkret aus?Solche Kontakte gibt es, und sie sindauch notwendig. Zwar gibt es beimBDLI ein Regionalforum, aber nur„Wir müssen diePotenziale bessernutzen.“einige Regionalverbände sind auchMitglieder im Bundesverband. MancheProbleme kann man einfach nicht mehrregional lösen, wenn wir nur an Lieferkettenim internationalen Maßstab denken.Hier tun wir uns zusammen, umden notwendigen Strukturwandel voranzutreiben.Dabei geht es auch darum,die Stärken der einzelnen auszuspielen.Immerhin kostet das alles auch Geldund Zeit.Foto: BavAIRiaIst das Verhältnis der Mitgliederuntereinander nicht manchmalauch schwierig? Immerhin sind jaeinige auch Wettbewerber.Natürlich gibt es bei Wettbewerbernauch Grenzen, was für den Vorstand bedeutet,die Neutralität in der Themenfindungzu wahren. Dennoch plädierenwir stets für Offenheit und Kooperation,denn erfahrungsgemäß spielt sich derWettbewerb eher auf internationalerEbene ab. Wenn jeder seine Tür einStück weit öffnet, dann merkt erschnell, dass er nicht nur etwas abgibt,sondern auch etwas bekommt.Könnte das beispielsweise auchdazu führen, dass größere Unternehmendie Ausbildung von Fachkräftenfür kleinere übernehmen?Das wäre sicherlich möglich, doch esliegt in der eigenen Entscheidungsgewaltjedes Mitglieds, was es konkret unternimmt.Wir greifen nur die Ideen auf,reagieren auf Anfragen und vermittelnKontakte. Manch einer braucht auchUnterstützung auf überregionalem oderinternationalem Parkett. Dort liegen unsereStärken, ebenso in der Organisationvon Messeauftritten, wie auf der AircraftInteriors Expo oder der Paris AirShow, wo es ein Gemeinschaftsstandauch kleineren Mitgliedern erlaubt, sichzu präsentieren.Wie sehen Sie die Zukunftvon bavAIRia?Der Verein ist ein lebendiger Organismus,der keineswegs irgendwann zumSelbstzweck wird. Wir erleben inDeutschland eine schwierige, aber auchherausfordernde Phase, denn von derPolitik hängt es ab, wo es mit der LuftundRaumfahrt hingeht. Das trifft auchfür Bayern zu. Wir haben viele tolleUnternehmen, machen aber manchmalnoch zu wenig aus ihrem Potenzial.So müssen wir uns vom traditionellenMittelstandsbegriff verabschieden, zwarTraditionen bewahren, aber auch internationalagieren. Wir haben also nochviel zu tun.FRDie Fragen stellte Matthias GründerMehr imInternet:Unter www.bavairia.net findet man jede Menge zusätzliche Informationen über den bayrischenAerospace-Cluster, der seinen Sitz am Sonderflughafen Oberpfaffenhofen hat.www.flugrevue.deFLUG REVUE AUGUST 2015 15document82042110092144915.indd 15 30.06.2015 09:56:45

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