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FLUG REVUE 08/2015

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Take-OffParis Air

Take-OffParis Air ShowAntonow sucht neue PartnerDEBÜT DER AN-178Antonow erlebt wegender wirtschaftlichenTurbulenzen in derUkraine – bedingt auch durch die Kämpfeim Osten des Landes – schwere Zeiten.Dennoch will man wieder an die alteGröße anknüpfen und die Produktion,die zuletzt jährlich teils im einstelligenBereich lag, deutlich hochfahren.Der Bruch mit dem traditionellenPartner Russland bringt allerdings erheblicheProbleme. So sind die Tests mitdem Militärtransporter An-70 inzwischenzwar abgeschlossen, aber an eineProduktion ist wohl nicht zu denken.Deshalb untersuchen die Ingenieure unterGeneralkonstrukteur Dmytro Kivaderzeit die An-188, die auf dem An-70-Entwurf aufbaut, aber auf Triebwerke,Avionik und Systeme aus ukrainischerund westlicher Produktion setzt.Statt vier Propellerturbinen sollen Turbofanswie das D436-148FM benutztwerden, das bereits die An-178 antreibt.TRANSPORTER-PROJEKT MITSAUDISCHEN INVESTORENBei einer maximalen Abflugmasse von140 Tonnen und einer Nutzlast von 40Tonnen sowie einer Startstrecke von wenigerals 1000 Metern entspricht die An-188 in etwa der A400M-Klasse – aus22 FLUG REVUE AUGUST 2015Da alle militärischen Programme mit Russland gestopptsind, muss sich der ukrainische Hersteller neu orientieren.In Paris wurde die An-178 erstmals gezeigt. Die An-132 sollmit saudischemGeld westlicheAusrüstungerhalten. Neueste Idee vonAntonow ist eineAn-70-Versionmit vier Turbofan-Triebwerken.Sicht von Antonow ein interessanterMarkt. Genaue Zeitpläne für die Entwicklungwurden auf der Paris Air Showaber noch nicht genannt.In Paris präsentierte Antonow erstmalsden Transporter An-178, der am 7.Mai zum Erstflug gestartet ist. Die Maschinesoll bis Ende 2016 ihre zivile Zulassungerhalten, aber auch für militärischeEinsätze angeboten werden. DenMarkt in der Gewichtsklasse der An-178– Nutzlast rund 15 bis 18 Tonnen –schätzt Antonow auf über 1000 Flugzeuge.Von der An-178, die erste Aufträgevon Silk Airways aus Kasachstan erhaltenhat, soll es eine Variante mit westlichenSystemen geben. Als Triebwerkekämen das CF34-10 von GE Aviationund das PW1500 von Pratt & Whitney inBetracht. Ebenfalls untersucht wird eineTankerversion mit einem leicht einrüstbarenTank im Frachtraum, der 15 000 KilogrammTreibstoff aufnehmen könnte.Im Bereich der Transporter mit Turboprop-Antriebhat Antonow einen Investoraus Saudi-Arabien gefunden. Zusammenmit der Taqnia Aeronautics Co.,einem Ableger der staatlichen InvestmentfirmaTaqnia, soll eine neue Versionder An-32 entwickelt werden. Die „Weswww.flugrevue.de

Airbus HelicoptersDIE H160FLIEGTDie Technologienfür die X6 werdennun definiert.Während in Marignane die Flugerprobung der H160begonnen hat präsentierte der Hersteller auf der Showin Paris seine Pläne für das schwere Muster X6.ternisierung“ des Musters betrifft denEinbau von PW150A-Triebwerken (3775kW) von Pratt & Whitney Canada sowievon Avioniksystemen von Honeywell.Insgesamt soll die An-132 bessere Leistungenbieten als die An-24 oder die An-32. Die Reichweite mit der maximalenNutzlast von 9,2 Tonnen wird mit 1400Kilometern angegeben.Nach der Vertragsunterzeichnung imApril soll innerhalb von 18 Monaten einPrototyp gebaut werden. Geplant ist dieFertigung in Saudi-Arabien, wofür Antonowauch die Ausbildung von Ingenieurenund Technikern übernehmen wird.Der Vertrag für den Bau der neuen Anlagenwurde in Le Bourget unterzeichnet.Aus Deutschland ist hier Broetje-Automationbeteiligt.FRKARL SCHWARZFotos: Antonow (2), Airbus Helicopters, SchwarzIn den Zeiten von Facebookund Twitter ist es mit Überraschungenschwierig: AlsGuillaume Faury am Dienstagmorgenauf seiner Pressekonferenz den Erstflugder H160 offiziell verkündete kursiertenim Internet längst die ersten Bilder desneuen Hubschraubers. Testpilot OlivierGensse war zusammen mit den FlugtestingenieurenNocolas Certain und LaurentMaruejols am Samstag, den 13. Juni,in Marignane etwa 40 Minuten in derLuft gewesen, um das Verhalten der Maschineund ihrer Systeme im Schwebeflugsowie im langsamen Seitwärts- undVorwärtsflug zu überprüfen. „Der Flugwar sehr vielversprechend hinsichtlichder Stabilität, der Vibrationen und desGeräuschniveaus“, erklärte Gensse anschließend.Das zweite große Thema von Airbus-Helicopters-Chef Faury in Paris war dieX6. Unter dieser Bezeichnung laufen dieStudien für einen neuen schweren Hubschrauber,der langfristig in die Fußstapfender H225 (Super Puma) treten soll.Nachdem die staatlichen Finanzierungshilfengeklärt sind beginnt nun eine aufzwei Jahre angesetzte Konzeptphase, inder die optimale Größe und die zu verwendendenTechnologien festgelegt werdensollen. Dazu sind intensive Marktstudiensowie ein enger Dialog mit potenziellenKunden angesagt.Ziel ist es, mit dem X6 die führendeMarktposition im Offshore-Bereich zuhalten. „mehr Komfort, weniger Lärmund ein geringerer Verbrauch“ sind dafürlaut Faury wesentliche Merkmale desneuen Musters. Dessen Programm-, Entwurfs-und Fertigungsphilosophie sollauf den Erfahrungen mit der H160 aufbauen.So wird die X6 die „Blue-Edge“-Blätter erhalten und soll von Anfang anüber ein Enteisungssystem verfügen. Einebereits getroffene grundlegende Entscheidungbetrifft die erstmalige Verwendungvon Fly-by-Wire in einem zivilenModell von Airbus Helicopters. Diesbiete bei größeren Mustern Vorteile hinsichtlichLeistungsfähigkeit und Sicherheit,so das Unternehmen. Als Antriebkommt eine Wellenturbine von Turbomecaoder von US-Herstellern in Frage.Turbomeca arbeitet derzeit an seinemTech-3000-Demonstrator.Sobald mit der Konzeptphase dieGrundlagen geschaffen und die Risikeneingegrenzt sind wird die eigentlicheEntwicklung beginnen. Die erste X6wird dann nach 2020 verfügbar sein, wobeisich die Produktion mit der H225/H225M überlappen wird.FRKARL SCHWARZwww.flugrevue.deFLUG REVUE AUGUST 2015 23

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