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FLUG REVUE 08/2015

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ZivilluftfahrtFlughafen

ZivilluftfahrtFlughafen WellingtonDie australischen Airlines Jetstar (oben) und Virgin Australia (obenrechts) verbinden Neuseeland mit seinem nordwestlichen Nachbarn.Die Cessna Caravan bewährt sich als Lastenesel undZubringer auch auf unbefestigten Pisten.Fotos: Dr. Andreas ZeitlerFlughafen WellingtonDer Flughafen Wellington begann den Betrieb miteiner Grasbahn im Jahr 1929. Offiziell eröffnetwurde er 1935. Grasbahn und Flughafen wurden1947 aus Sicherheitsgründen wieder geschlossen.Erst mit dem Bau einer 1630 Meter langen,befestigten Bahn wurde er am 25. Oktober 1959 anseiner jetzigen Stelle neu eröffnet. Heute besitztWellington eine einzelne Start- und Landebahn inder Ausrichtung 16/34 mit einer Länge von 2081Metern (6827 ft), die mit einem ILS ausgestattet ist.Der Flughafen verzeichnete im letzten Jahr 5,4Millionen Passagiere bei 97 000 Flugbewegungen,wobei am verkehrsreichsten Tag 20 000Passagiere im Vergleich zu den sonst üblichen 15 000abgefertigt wurden. Ein kräftiges Plus gab es beiden Zahlen der Besucher aus Amerika mit 17 Pro zentund Asien mit 19 Prozent, die von dem Anstieg dereuropäischen Gäste mit 28 Prozent noch deutlichübertroffen wurden.In dieser Umgebung macht die Runwaymit einer nutzbaren Länge von nur1815 Metern (6000 ft) Landungen fürPiloten nicht nur sehr anspruchsvoll,sondern sie ist auch eine der größtenEinschränkungen des Flughafens insgesamt.Im regulären Linienverkehr bedienenmomentan nur Standardrumpfflugzeugebis zur maximalen Größe einesAirbus A320 oder einer Boeing 737 Wellington.Das Einzugsgebiet ist entsprechendeingeschränkt, denn internationaleVerbindungen werden gerade einmalvon Qantas, Jetstar und Virgin Australiains gut 2000 Kilometer entfernte Australienangeboten. Der Großteil der ausländischenBesucher reist üblicherweiseüber die historisch bedingt stärker gewachsenenund international weitaus bedeutenderenneuseeländischen FlughäfenAuckland oder Christchurch an. Bis1972 war Wellington sogar ein reinerInlandsflughafen. Erst die Verlängerungder Bahn um 270 Meter in die Lyall-Bucht ermöglichte eine erste direkte Verbindungnach Australien mit der DouglasDC-8. Die australischen MillionenstädteBrisbane, Melbourne und Sydneysind, neben Charterflügen auf die Fidschi-Inseln,bis heute die einzigen internationalenZiele.787-FLÜGE LOHNEN SICH ERSTNACH PISTENVERLÄNGERUNGUm dieses Manko zu beheben, soll diePiste nach aktuellen Plänen bis 2019 auf2300 Meter Länge gebracht werden. Angestoßenwurde dieses Vorhaben durchdie Boeing 787, die Wellington direktmit Metropolen in Asien und Nordamerikaverbinden könnte. Allerdings verhindertdie kurze Piste bislang noch einerentable Ladekapazität des Dreamliners.Konkret zielt man mit der Verlängerungauf Direktverbindungen nach Los Angeles,Singapur, Hongkong oder Malaysia,die ein weit größeres Passagieraufkommenversprechen.Darüber hinaus will die FlughafenverwaltungDirektverbindungen nachBangkok und China ermöglichen. Studienversprechen einen Markt von 620Langstreckenpassagieren pro Tag, diebei einer durchschnittlichen Zahl von220 Passagieren pro Flug mit einem mittelgroßenLangstreckenflugzeug die Expansionsplänerechtfertigten. Theoretischkönnten künftig 65 Prozent derWeltbevölkerung, so Berechnungen desFlughafens, Wellington mit nur nocheinmaligem Umsteigen erreichen. DieReisedauer, speziell für Verbindungennach Nordamerika, würde um durchschnittlich33 Prozent verkürzt. Wellingtonverzeichnet schon heute den stärkstenAnstieg von Fluggästen auf derLangstrecke aller neuseeländischenFlughäfen. Die Marke könnte in diesemJahr zum ersten Mal 500 000 Passagieredurchbrechen.Deswegen hat bereits ein Terminalausbaubegonnen, der bis ins Jahr 2016andauern wird. Fluggastzahlen vondurchschnittlich 15 000 Passagieren proTag mit Spitzenwerten von höchstens20 000 Passagieren sind gemessen an anderenHauptstadtflughäfen natürlich immernoch beschaulich. Im Vergleich zuden 9500 Passagieren zur Terminaleröffnungim Jahr 1999 ist dies aber eine beachtlicheZunahme um über 50 Prozent.TERMINAL MIT MEHRFLÄCHE UND KOMFORTBis nächstes Jahr soll das Terminal um35 Meter verlängert werden, und es wirdfür zusätzliche Abstellpositionen fürFlugzeuge gesorgt. Die 6000 Quadratmeteran zusätzlicher Terminalflächewerden genutzt, um den Bereich derFlugsteige zu verbreitern, es wird mehrEinkaufs- und Essensmöglichkeiten fürdie Passagiere geben und eine zentraleSicherheitskontrolle. Und dies mit Sicherheitstets umrahmt von den fantastischenFiguren aus den Geschichten rundum Frodo und seinen Abenteuern. FRANDREAS ZEITLER40 FLUG REVUE AUGUST 2015 www.flugrevue.de

AirSpotIn unseren AirSpot-Highlights des Monats finden Sie Fotos von besonderen Flug -zeugmustern, exotischen Einsätzen an ungewöhnlichen Orten, seltenen Lackierungenund fliegenden Raritäten aus der Welt der Flugzeug-Spotter.Julius Dill,Hamburg-FuhlsbüttelIn königlichen Diensten der saudischenVIP-Staffel steht diese Boeing 747-300in den Farben von Saudi Arabian.Am Bug des fabrikneu wirkenden, aberschon 31 Jahre alten VierstrahlersHZ-HM 1A („His Majesty 1A), der nachHamburg zur Wartung kam, steht derGruß „God Bless You“.Manfred Langeloh, HamburgNach jahrelangem Einbau der VIP-Inneneinrichtung rollte die Boeing747-8, A7-HHE („His Highness theEmir“) der Regierungsflieger ausKatar am 7. Mai in Hamburg bei LufthansaTechnik zum Werftprobeflug.Der Vierstrahler trägt bisher nur eineneutral-weiße Lackierung mit einerunauffälligen hellgrauen Registrierungam Heck.Uwe Schossig, Flughafen Halle/LeipzigEin seltener Dreistrahler ist heutzutage dieBoeing 727. Noch ungewöhnlicher ist ihreVerwendung auf Langstrecken als VIP-Jet.Diese 1971 gebaute Boeing 727-17 gehörtGordon Getty aus San Francisco und isthäufig auf globalen Routen unterwegs.Am 6. Mai übernachtete der Oldie, ausShannon kommend, in Leipzig, um amnächsten Morgen nach Berlin-Schönefeldweiterzureisen.Paul Chroszcz,Berlin-TegelRusslands erster Jumbo-Jet-BetreiberTransaero Airlines kam am 4. Mai mitseiner irischen Boeing 747-400, EI-XLIfür einen Charterflug von Moskau nachBerlin-Tegel. Hier rollt der Vierstrahlerauf die Abstellposition vor dem TegelerTower. Als Service für die Flugzeugfanshatte die Besucherterrasse eigens zweiStunden länger geöffnet.Bitte beachten Sie auch unsere große Foto-Community im Internet. Auf derWebseite http://community.flugrevue.de/ finden Sie immer die neuesten Aufnahmenunserer Leser. Die Teilnahme ist für alle Einsender kostenlos.www.flugrevue.deFLUG REVUE AUGUST 2015 41

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