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FLUG REVUE 08/2015

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HistorieNorth American

HistorieNorth American B-25Alliiertes MultitalentVON WLADIMIRKOTELNIKOWWährend des ZweitenWeltkrieges erfolgtenim Rahmen desLend-Lease-Abkommens zwischen denUSA und der UdSSR umfangreicheWaffenlieferungen in die Sowjetunion.Dazu gehörten auch zweimotorigeBomber des Typs North American B-25Mitchell, der erst am 19. August 1940seinen Erstflug absolviert hatte. Derrussische Generalstab interessierte sichzwar für die B-26 Marauder von Martin,doch die amerikanische Seite botdrei Muster zur Wahl: Douglas A-20,Lockheed A-28 und eben die B-25. Zurgleichen Zeit, als in Moskau die Ver-Vor 75 Jahren startete North Americans Bomber B-25Mitchell zum Erstflug, der auf allen Kriegsschauplätzen zuverlässigDienst tat. 861 dieser Flugzeuge wurden auch andie UdSSR geliefert, wo einige bis in die 50er Jahre flogen.handlungen stattfanden, befand sich eineGruppe sowjetischer Flieger unterFührung des berühmten Michail Gromowin den USA. Sie wollte eigentlich„Fliegende Festungen“ (B-17) von Boeingkaufen, aber das wurde nicht erlaubt.Stattdessen hatten sie die Möglichkeit,die B-25 ausgiebig zu testen,und sie absolvierten dabei auch Übungsluftkämpfemit Jägern des Typs RepublicP-43. Dabei registrierten die Gastgeberüberrascht, dass die Russen die Mitchellwie einen Jäger flogen und ihre„Angreifer“ arg in Bedrängnis brachten.Gromow schätzte von allen drei angebotenenMustern die B-25 als das besteein, hatte aber noch Probleme mit derPanzerung und Bewaffnung der A-Version.Schließlich, am 1. Oktober 1941,vereinbarte man die Beschaffung vonfünf Exemplaren der B-Version, derenerste zwei am 6. November an Bord desFrachters „Dekabrist“ in Richtung Sowjetunionverschifft wurden. Dort trafen82 FLUG REVUE AUGUST 2015 www.flugrevue.de

Kurz und knappBauzeit: 1940 bis 1945Stückzahl: 9984Herstellerland: USAEine B-25J mit ungewöhnlicher Bemalung aufdem Weg von den USA in die Sowjetunion.sie am 20. Dezember ein und wurdenam 5. März nach Moskau überführt, wozunächst die Bedienungsanleitungenübersetzt wurden.Bei der nachfolgenden Ausbildungder ersten Besatzungen zeigte sich, dassdiese vor allem Probleme mit dem Bugradfahrwerkhatten, doch das gab sichschnell. Nach ausgiebiger Erprobungder ersten fünf Exemplare dienten dieseals Übungsziele an Jagdfliegerschulen.Währenddessen nahm man die Lieferungder nächsten Bomber in Angriff:Zivilpiloten von Pan American Airlinesüberführten 72 B-25C mit stärkerenMotoren auf der sogenannten PersischenRoute von den USA über Brasilien,den Atlantik, Afrika und den NahenOsten in den Iran. Dort trafen sie imMärz 1942 ein.AUSGEZEICHNETE ERGEBNISSEBEI TESTFLÜGENEine Besatzung des 13. Fernfliegerregimentsbei der Einsatzbesprechung.Von dort flogen sie nach Kirowabad(heute Gandscha) in Aserbaidschan, wosie auf ihre neuen Truppenteile aufgeteiltwurden. Insgesamt wurden auf dieserRoute 118 Mitchells in die Sowjetunionüberführt.Als erster Truppenteil wurde das 37.Bombenfliegerregiment unter OberstleutnantKonstantin Katarshin auf demFlugplatz Monino im Fernen Osten mitder B-25C ausgestattet, wobei die BesatzungenUnterstützung erfahrener Expertenaus Gromows Gruppe erhielten.Zur gleichen Zeit wurde beim ZentralenAero-Hydrodynamischen Institut(ZAGI) die B-25 hinsichtlich der Besonderheitendes US-Flugzeugbaus analysiert.Im Juni 1942 absolvierte ein Exemplardas volle Testprogramm nachFotos: Sammlung Kotelnikowwww.flugrevue.deFLUG REVUE AUGUST 2015 83

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