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FLUG REVUE 08/2016

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Zivilluftfahrt Roll-out

Zivilluftfahrt Roll-out der MS-21 Die Produktionsrate soll bis 2020 auf 20 Flugzeuge im Jahr steigen und 2033 rund 70 erreichen. Foto: Irkut Prozent bessere Gesamtleistungen. Ab Juni 2018 soll die MS-21 auch mit dem PD-14 geliefert werden. Eine Il-76 war mit einem Versuchstriebwerk bereits 22 Stunden in der Luft, und im Sommer beginnt die nächste Testkampagne. Koordinator für den Bau der MS-21 ist die Irkut Corporation. Die Entwurfsarbeiten fanden jedoch bei der Irkut- Tochter Jakowlew Engineering Center in Moskau statt. Deswegen trägt der Prototyp auch die Signatur des 1989 verstorbenen Konstrukteurs Alexander Jakowlew auf dem Bug. Der Flügelentwurf stammt dagegen von Suchoi, wobei AeroComposit als Partner mitwirkte. Das Flugzeugwerk IAZ in Irkutsk fertigt Rümpfe und nimmt die Endmontage vor. Aviastar SP in Uljanowsk baut Rumpfhecks und Leitwerke sowie alle Türen. Die Flügel stammen von Aero- Composit, ebenfalls aus Uljanowsk. Triebwerkspylone und Verkleidungen steuert WASO in Woronesh bei, und das Fahrwerk liefert Gidromasch in Nischni Nowgorod. Die russische Holding OAK (Objedinjonnaja Awiastroitelnaja Korporazija) ist für das Gesamtkonzept der Cockpitavionik zuständig und damit für die Integration beispielsweise von Funkgeräten von Rockwell Collins, Honeywell-Navigationsgeräten und Rechnern von Thales. Den weltweiten Kundenservice will Irkut nicht in eigener Regie aufbauen, sondern auf vorhandene Wartungsbetriebe, hier wahrscheinlich Lufthansa Technik, zurückgreifen. Die erste MS-21-300 soll Anfang 2017 zum Jungfernflug starten. Die erste Auslieferung an Aeroflot ist für Ende 2018 geplant. Bis 2022 soll die Monatsproduktion sechs Flugzeuge erreichen. Innerhalb von 20 Jahren verspricht sich Irkut einen Absatz von 1060 Flugzeugen. Neben der MS-21-300 für 168 Passagiere und der MS-21-200 für 150 Passagiere wird noch eine Version MS-21- 400 untersucht. Die kleinere MS- 21-100 für 132 Passagiere hat man dagegen aufgegeben. FLAUTE AUF DEM HEIMATMARKT Der Listenpreis der MS-21-300 liegt mit 91 Millionen Dollar (81,84 Mio. Euro) rund 15 Prozent unter dem des Airbus A320. Die Entwicklungskosten sind laut Irkut-Marketingvorstand Kirill Budajew mit etwa 4,5 Milliarden Dollar veranschlagt, von denen der Staat 60 Prozent trägt. Bisher liegen 175 feste Bestellungen und 100 Optionen und Kaufabsichtserklärungen vor. Kurz nach dem Roll-out unterzeichnete Aserbaidschans Airline AZAL eine Absichtserklärung zum Leasing von zehn Flugzeugen. Westliche Kunden werden bisher nicht verzeichnet. Malaysia stufte einen 2010 in Farnborough unterzeichneten Vorvertrag für 50 Flugzeuge auf eine lockere Absichtserklärung zurück. Seit 2013 sind keine neuen festen Bestellungen mehr eingegangen. Russische Airlines können sich derzeit keine neuen Flugzeuge leisten, denn ihr Markt schrumpft. Das vorausgegangene Verkehrsflugzeugprogramm Superjet von Suchoi hat es seit Mai 2008 auf nur knapp 70 Flugzeuge im Linien einsatz gebracht. FR Die Flugzeugfamilie Irkut MS-21 MC-21-200 MC-21-300 Länge 36,8 m 42,3 m Spannweite 35,9 m 35,9 m Höhe 11,5 m 11,5 m Passagiere, typische Zweiklassenbestuhlung 132 163 Passagiere, reine Economy- Bestuhlung 165 211 max. Startmasse 72 560 kg 79 250 kg max. Landemasse 63 100 kg 69 100 kg max. Nutzlast 18 900 kg 22 600 kg max. Treibstoffmasse 20 400 kg 20 400 kg Reichweite bei Zweiklassenbestuhlung 6 400 km 6 000 km Reisegeschwindigkeit 0.8 Mach 0.8 Mach 34 FLUG REVUE AUGUST 2016 www.flugrevue.de

100. Ausgabe der Luftfahrt Das Magazin für Luftfahrtgeschichte 6/2016 LESERWAHL KLASSIKER DES JAHRES Tolle Preise zu gewinnen TOP TEN: Die Stars der Luwaffe NEUE SERIE: Gefechtsbericht – Packender Lukampf über Deutschland SENSATION: Restaurierung von acht Fieseler Störchen Jetzt neu im Handel

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