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FLUG REVUE 09/2015

Beschreibung

Take-OffJunkers F 13 als

Take-OffJunkers F 13 als Neubauserie Grundierungsarbeiten an der Rumpfstruktur.Erst ganz zuletzt kommt die berühmtesilberne Farbe auf die Junkers F 13.Für die Nachbauserie wurde eine Original-F 13 per Laservermessen und mit modernster Konstruktionssoftwaream Computer erfasst.Musterauswahl für die Kabinenausstattung. Einerseits sollalles möglichst originalgetreu aussehen, andererseits musssie heutigen Luftfahrt-Zulassungsstandards genügen.18 FLUG REVUE SEPTEMBER 2015www.flugrevue.de

ENDMONTAGEIN DÜBEN-DORF Flügelmontage in Dübendorf. Hierhelfen die Junkers-Experten von Ju-Airmit Rat und Tat. Schleifarbeiten am Leitwerk. Alleneuen F 13 erhalten das vergrößerteLeitwerk einer späten Version.Die Sensation ist perfekt:Auf der größtenUS-Luftfahrtveranstaltung,dem EAA AirVenture in Oshkosh,stellte Rimowa-Chef Dieter MorszeckMitte Juli sein neuestes Produkt vor:eine originalgetreu nachgebaute undflugfähige Junkers F 13, das erste Ganzmetall-Verkehrsflugzeugder Welt. „HugoJunkers war ein Visionär. Er war dererste, der Duraluminium im Flugzeugbauverwendete. Für Junkers-Flugzeugeund für Koffer von Rimowa wurden diegerillten Bleche weltweit zum Erkennungszeichen.Deshalb habe ich denWiederaufbau einer flugfähigen F 13 verfolgtund gefördert. Mit der F 13 nimmtein Kulturgut Gestalt an“, schwärmteder Kölner Unternehmer, der schon Ende2013 zugesagt hatte, die komplette Finanzierungdes Nachbauprojekts zuübernehmen.Die erste neue F 13 entstand in15-monatiger Bauzeit nach 9000Baustunden aus 2600 Bauteilen, die von35 000 Nieten zusammengehalten werden.Herstellungsort war Oberndorf amNeckar. Dort, zwischen Schwarzwaldund Schwäbischer Alb, hat die nur Insidernbekannte aber in Branchenkreisenbereits renommierte Firma Kaelin AeroTechnologies ihren Sitz. Deren SchweizerGründer und Chef, Dominik Kälin,lernte sein Flugzeugbauer-Handwerkeinst bei Pilatus, repariert heute weltweitFlugzeuge und fertigt auch anspruchsvollsteStrukturteile nach Luftfahrtstandardsneu – zum Beispiel auch für dieBreitling Super Constellation. Selbst seinenOberndorfer Produktionshangar mitaufgesetztem Wohnhaus konstruierte dererfolgreiche Mittelständler selbst. Seineneue Junkers F 13 basiert auf dem exaktenNachbau eines deutschen Originalsaus Paris. Im dortigen Musée de l´Air inLe Bourget befindet sich nämlich eineseltene Junkers/Larsen JL 6. Diese einstin Deutschland hergestellte, verbesserteSternmotor-Version der F 13 für den US-Markt verfügt noch über einen „jungfräulichen“Flügel, der niemals in derLuft war. Das Rimowa-Team durfte mitErlaubnis der Franzosen 2013 die F 13per Laser vermessen und dafür sogar derenFlügel abnehmen. Unterlagen ausdem Nachlass von Hugo Junkers und ausden Archiven des Deutschen Museumsin München, des Schweizer Nationalarchivsin Bern und des britischen Nationalarchivskomplettierten die Konstruktionspläne.Schon seit 2013 wurde auchdie Schweizer Zulassungsbehörde BAZLeinbezogen. Wertvolle Informationenzum Fahrwerk konnten ergänzend inSchweden gewonnen werden. Dort isteine Junkers W-34 erhalten, deren Modu-www.flugrevue.deFLUG REVUE SEPTEMBER 2015 19

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