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FLUG REVUE 09/2015

Beschreibung

MilitärluftfahrtUS

MilitärluftfahrtUS Marine CorpsMit der UH-1Y wird dieHuey-Tradition noch vieleJahre fortgeführt.Die bei WTI ausgebildetenPiloten geben ihr Wissen inden Staffeln weiter.Hawk Mk 67 von Air USAfliegen als Gegner.Fotos: Ted Carlsonteiligt sind. Die großen Übungsräumeum Yuma erlauben dabei den Einsatzvon scharfen Waffen, was wann immermöglich auch genutzt wird.FINEX MITSCHWIERIGEN MISSIONENDen Abschluss des WTI bilden in derletzten Woche sogenannte FINEX, hierwird ein komplettes, komplexes Szenariodurchgespielt. „Für den Höhepunktder Ausbildung versuchen wir immer,eine möglichst vielfältige Feinddarstellungsicherzustellen“, so Colonel Adams.Dazu zählten bei der jüngsten WTI auchprivat eingesetzte Hawk Mk 67 – dieFragen der Bedrohungsanalyse, der aktuellenTaktiken, den Einsatzmöglichkeitendiverser Waffen, der Einsatzplanungund des Ausbildungsmanagements.Gastredner sorgen für den Bezug zu aktuellenEinsätzen.In der anschließenden Flugphasewerden zunächst einzelne Missionen geflogen,um spezielle Fähigkeiten zu trainieren.Danach folgen kleinere gemeinsameEinsätze zum Beispiel von F/A-18Hornet und AV-8B Harrier. Erst gegenEnde des jüngst überarbeiteten Trainingsprogrammswerden komplexe Missionengeflogen, an denen alle Elementeeiner Marine Air Group Task Force beeinstin Südkorea genutzt wurden – genausowie A-10C Thunderbolt II, F-15C/D Eagle und F-16C/D Fighting Falconvon der US Air Force.Der Aufwand in der Ausbildungzahlt sich aus. „Absolventen des WTI-Kursus haben schon in vielen realen Einsätzendie Planungen geleitet. Sie konntendabei auf ihr umfassendes Wissenzurückgreifen und hatten die Erfahrung,schwierige Missionen unter Druckdurchzuführen. Unser Konzept funktioniertwirklich gut“, ist sich der Kommandeurder MAWTS-1 sicher. Und diesist unabhängig von den eingesetztenFlugzeugmustern.FR50 FLUG REVUE SEPTEMBER 2015 www.flugrevue.de

EurofighterViva ItaliaEine Verlegung nach Decimomannuhat auch für die Eurofighter desTaktischen Lufwaffengeschwaders73 schon Tradition. Die Gesamtflotte des Kampfjetswar jetzt über 300 000 Stunden in der Luft.Die Kurve zeigt nach oben: Im Julihat die inzwischen bei 22 Verbändenin sechs Ländern aktiveEurofighter-Flotte die Zahl von 300 000Flugstunden überschritten – 100000Stunden waren im Januar 2011 erreichtworden, 250 000 Stunden dann im Juli2014. Die 438 ausgelieferten Flugzeugehaben aus Sicht des Herstellers ein „beispiellosesMaß an Zuverlässigkeit“ bewiesen.Zu den Flugstunden trägt natürlichauch die Luftwaffe in nicht unerheblichemMaß bei. Der erfahrenste Verbandist dabei sicher das Taktische Luftwaffengeschwader73, bei dem die Ausbildungder Eurofighter-Piloten durchgeführtwird. Ob Umschulung erfahrenerKampfflugzeugführer (28 Wochen),„Beginners“-Kurs für Piloten, die direktvon der Grundausbildung in Sheppardkommen (35 Wochen) oder Ausbildungvon Fluglehrern (18 Wochen), in Laageist man auf alle Aufgaben eingestellt.Wie die anderen Kampfflugzeuggeschwaderder Luftwaffe nutzt auch derAusbildungsverband meist einmal imJahr die Gelegenheit zu einer Verlegungnach Decimomannu auf Sardinien. ImJuni passte die Abwesenheit von 17 Euro -Mit der Storm Shadow kannder Eurofighter Ziele auch aufgroße Distanzen angreifen.fightern besonders gut, denn an derBahn in Laage standen Reparaturen an.Ein Besuch in „Deci“ ist vor allem wegender dort vorhandenen sehr gutenDebriefing-Möglichkeiten lohnend, soOberstleutnant Lutz Müller, der dasKommando führte. Dazu kommen gutesWetter und ein großer unbeschränkterLuftraum. Dass der Schießplatz CapoFrasca gesperrt war, man keine Infrarot-Täuschkörper werfen konnte und sichdie Flugsicherung manchmal als wenigkooperativ erwies, war jedoch hinderlich.In den drei Wochen des Kommandoswurden bei meist drei täglichen Wellen(8, 12 und 16 Uhr) dennoch um die 200Das „Steinhoff“-Geschwader war mit17 Eurofightern in Decimomannu.Trainingsflüge durchgeführt, und auchder Betrieb auf einem fremden Platz ansich bringt wertvolle Erfahrungen. Fürdie Zieldarstellung waren zwei A-4 Skyhawkauf der Basis, meist wurden sie fürtaktische Abfangübungen genutzt. „DieNATO-Luftstreitkräfte sind inzwischenso abgerüstet, dass wir da keine Zieldarstellungmehr bekommen können“, soMüller, der diesmal insgesamt 25 Pilotenmit in „Deci“ hatte.Während sich der Eurofighter-Betriebbei den Luftstreitkräften eingespielthat, müht sich der Hersteller umweitere Verbesserungen des Flugzeugsund insbesondere der Bewaffnung. Sowird derzeit die Integration des AbstandsflugkörpersStorm Shadow in dieJets der Royal Air Force und der AeronauticaMilitare vorangetrieben. Zuletztstanden Bodenversuche mit dem IPA2bei Alenia Aermacchi in Turin-Caselleund dem Serienflugzeug BS111 bei BAESystems in Warton auf dem Plan. Dabeiging es um die elektromagnetische Verträglichkeitdes Flugkörpers mit den Systemenim Flugzeug. Nach ersten Abwurftestsin Italien 2014 stehen in diesemJahr gelenkte Schüsse an, die in Großbritanniendurchgeführt werden sollen.FRKARL SCHWARZFotos: Eurofighter, Karl Schwarzwww.flugrevue.deFLUG REVUE SEPTEMBER 2015 51

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