Aufrufe
vor 2 Jahren

FLUG REVUE 09/2016

  • Text
  • Flug
  • Revue
  • September
  • Boeing
  • Airbus
  • Mirage
  • Flugzeug
  • Flugzeuge
  • Luftwaffe
  • Lufthansa

Leserforum

Leserforum redaktion@flugrevue.de FLUG REVUE, Leuschnerstraße 1, 70174 Stuttgart FLUG REVUE 01/1956 60 Jahre FLUG REVUE Es ist mir bewusst, dass ich keinesfalls der einzige überlebende Erstkäufer/-leser der FLUG REVUE bin. Allerdings gehe ich davon aus, dass ich damals einer der jüngsten – wenn nicht der jüngste – Käufer und Leser war. Mit ziemlicher Sicherheit kann ich als Erster auf einen Quellennachweis und die Verwendung der FLUG REVUE als Fachberichtsvorlage verweisen, für eine Hausarbeit für die Berufsaufbauschule 1958/59. Meine erstgekaufte Luftfahrtzeitschrift war die „Weltluftfahrt“ vom Oktober 1953 – damals war ich elf Jahre alt – zum Preis von einer Deutschen Mark, was mein Wochenlohn für Gartenarbeit, Einkaufen und Heizungsbedienung (Koks) für 18 bis 20 Stunden war. Wie kam ich so früh zur Begeisterung für Flugzeuge und die Luftfahrt? Vom Hörensagen weiß ich, dass ich als Kleinkind eine besondere Vorliebe für Vögel hatte. Das hat sich dann wohl schon sehr früh auf die fliegenden Blechkameraden übertragen. Geradezu verliebt habe ich mich Anfang Mai 1945 in ein Flugzeug, das sich später als C-47/DC-3 herausstellte. Die Amerikaner waren damit auf einer Wiese in unserem Dorf Altmittweida gelandet und später wieder gestartet. Mich faszinierten die geschwungenen Linien und Übergänge. Die Begeisterung für Flugzeuge ist bis heute geblieben und wird nicht zuletzt durch die FLUG REVUE aufrechterhalten. Danke FLUG REVUE für 60 Jahre Information und Begeisterung! Alfred Rogowski, Mettmann Schreiben lohnt sich! Unter allen Leserbrief-Autoren des vergangenen Monats haben wir ein Metallmodell eines Qantas-Airbus A330-300 von Herpa im Maßstab 1:500 verlost. Das hochwertige Sammlerstück mit einer Sonderaufschrift auf beiden Rumpfseiten hat einen Wert von 32,95 Euro und geht an Alfred Rogowski. FLUG REVUE 06/16 Milliarden-Spiel Foto: SpaceX In Ihrem Leitartikel beschreiben Sie die Konkurrenz durch SpaceX und Blue Origin aus dem Silicon Valley für die etablierte Luft- und Raumfahrtindustrie. Dabei schreiben Sie, dass „deren Basis keine ausgefallenen Technologien sind“, sondern „klare Ziele, flache Hierarchien, schnelle Entscheidungen,...“. Ich bin der gleichen Meinung, sehe jedoch einen wesentlichen Unterschied in der Entwicklungstechnologie des Silicon Valleys, wie sie beispielsweise SpaceX verwendete, um die Landung der Erststufe der Falcon-Rakete auf einem Schiff zu meistern. Durch die Durchdringung von SoS-Produkten (System of Systems; Anm. d. Red.) der Luftund Raumfahrt mit immer mehr Elektronik, die Untersysteme, ganze Fahrzeuge und die Interaktionen zwischen ihnen steuern, wird alles in diesen SoS dynamisch gekoppelt. Durch diese dynamische Kopplung versagt der klassische Bottom-up-Entwicklungsprozess nach dem V-Modell und es kommt zu erheblichen Steigerungen von Entwicklungszeiten und Kosten wegen mehrfachen Entwicklungen derselben Untersysteme. Zusätzlich hat der Bottom-Up-Entwicklungsprozess keine Möglichkeit für eine direkte Optimierung der Top-Level-Requirements. Um diese Probleme zu überwinden, wurde der Minimum- Risk-Development-Prozess (MRD) seit den 1980er Jahren entwickelt, insbesondere auf Betreiben des US-Verteidigungsministeriums. Dazu gehören auch die entsprechende Entwicklungssoftware sowie eine neue Ausrichtung der Ingenieursausbildung an Universitäten. MRD wird von vielen Silicon-Valley-Firmen seit den 90er Jahren eingesetzt und vom US-Verteidigungsministerium in vielen Produkten vorgeschrieben. Bei Umstellungen von existierenden Bottom-Up-Projekten auf MRD konnten bis zu tausendfache Leistungsverbesserungen erzielt und Entwicklungszeiten bis zu 100 Mal verkürzt werden. Elon Musk hat schon immer so schnell wie möglich einen Prototyp des Gesamtsystems entwickelt, um die Integrationsprobleme während der Zeit zu lösen, in der die Kosten niedrig sind. Die Lösung für das Landesystem für die Landung auf dem Schiff konnte jedoch nur mit einem integrierten virtuellen Computermodell von Physik, Hardware, Software und Betriebssystem gelöst werden. Erst dieser Schritt zu MRD löste das Problem. Die A400M wird beispielsweise Bottom-Up entwickelt. Stark dynamisch gekoppelte Systeme wie Terrain Matching System und Air Drop wurden bis jetzt nicht ausgeliefert. Man könnte vermuten, dass der Absturz mit dem fehlenden Gesamtmodell zur Erstellung der Testanforderungen zusammenhängt. Zwei Punkte sind kritisch für den Erfolg von SpaceX und anderen Silicon-Valley-Firmen: zum einen die Verwendung von MRD, zum anderen Ingenieure mit den höchsten Qualifikationen, die virtuelle Prototypen entwickeln und die Validierung/Verifikation durch Simulation durchführen. Bei Entwicklungen in deutschen Firmen führen häufig Studenten die Simulationen durch. Wenn es bei Tesla oder SpaceX Probleme mit Software gibt, verbessert Elon Musk manchmal selber den Code über Nacht. Prof. Horst Salzwedel, Stanford University, TU Illmenau Meinung gefragt Gerne veröffentlichen wir Ihre Meinung. Schicken Sie uns Ihren Leserbrief (für Rückfragen bitte unbedingt mit Adresse und Telefonnummer) an: E-Mail: redaktion@flugrevue.de, Fax: +49 711 182-1781 Die in Leserbriefen geäußerte Meinung muss nicht mit der der Redaktion übereinstimmen. Wir behalten uns die Kürzung von Leserbriefen aus redaktionellen Gründen vor. 6 FLUG REVUE SEPTEMBER 2016 www.flugrevue.de

Kiosk

FLUG REVUE 07/2015
FLUG REVUE 06/2015
FLUG REVUE 05/2015
FLUG REVUE 04/2015
FLUG REVUE 03/2015
FLUG REVUE 02/2015
FLUG REVUE 01/2015
FLUG REVUE 12/2014

RSS-Feed

© Motor Presse Stuttgart GmbH & Co. KG