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FLUG REVUE 10/2015

Business Aviation

Business Aviation PC-24-Flugerpobung Daten Pilatus PC-24 Die PC-24 wird auf unvorbereiteten Pisten starten und landen können. Die Kabine kann flexibel ausgestattet werden. Allgemeine Angaben Hersteller Pilatus Flugzeugwerke, Postfach 992, 6371 Stans, Schweiz Verwendung Utility Jet Preis (2014) 8,9 Mio. US-Dollar Antrieb Anzahl Triebwerke 2 Typ Turbofan Hersteller Williams International BezeichnungFJ44-4A Startschub je 15,12 kN (3400 lbs) Abmessungen extern Länge 16,82 m Höhe 5,3 m Spannweite 17,0 m Spannweite Leitwerk 6,80 m Abmessungen intern maximale Kabinenbreite 1,69 m maximale Kabinenhöhe 1,55 m Massen maximale Abflugmasse 8005 kg maximale Nutzlast 1135 kg maximale Nutzlast vollgetankt 435 kg maximale Landemasse 7370 kg Flugleistungen Reichweite mit 1 Pilot, 4 Passagieren, bei Langstrecken-Reisegeschwindigkeit und NBAA-IFR-Reserven 1950 NM (3610 km) Startstrecke bei MTOW, SL ISA 820 m max. zugelassene Flughöhe45 000 ft (13 716 m) max. Reisegeschwindigkeit425 KTAS ( 787 km/h) Überziehgeschwindigkeit in Landekonfiguration 81 KIAS (150 km/h) Landestrecke bei typischer Landemasse 770 m Fotos: Pilatus Aircraft dürfen. Sie werden bedarfsgerecht aktiviert und von der Schweizer Flugsicherung überwacht. Nach dem einstündigen Erstflug am 11. Mai folgte der zweite Flug des Flugzeugs P01 bereits zwei Tage später. Seitdem wurden die Lufträume LS-39 regelmäßig für das Erprobungsprogramm aktiviert. Schon im Juli 2015 konnte Pilatus den Meilenstein von 50 Flugerprobungsstunden vermelden. Bis heute dürfte sich die Zahl der Flugstunden und Flüge mehr als verdoppelt haben. Das zweite Exemplar der PC-24, genannt P02, soll sich im vierten Quartal dieses Jahres in die Luft erheben, gefolgt von P03 im nächsten Jahr. In dieses Flugzeug werden Änderungen integriert, die sich im Laufe des Flugprogramms ergeben. Die Testflotte für den neuen Jet wird insgesamt drei Exemplare umfassen plus ein Exemplar für statische und Lebensdauertests, das aber nicht fliegen wird. Einer der drei fliegenden Jets wird eine vollständig ausgerüstete Kabine mit Serienausstattung erhalten. Um den Wetterunwägbarkeiten in Mitteleuropa aus dem Weg zu gehen, wird ein Teil der Flugerprobung des Zweistrahlers ab 2016 mit P02 im US-Bundesstaat Arizona abgearbeitet. Mit diesem Flugzeug werden vor allem die Avionik- und Systemtests in Zusammenarbeit mit Honeywell absolviert. DIE PC-24 KANN VON BUSCHPISTEN AUS STARTEN Pilatus hat sich beim Entwurf und bei der Konstruktion des Zweistrahlers darauf konzentriert, einen Jet mit Alleinstellungsmerkmalen zu bauen. Mit der großen Frachttür im Rumpfheck, die potenziellen Kunden bereits bei der einmotorigen Turboprop PC-12 schätzen, und der Kurzstartfähigkeit ist dies dem Hersteller gelungen. Aber das hat Zeit in Anspruch genommen. Immerhin hat das Unternehmen schon 2007 mit den Arbeiten an dem Flugzeug begonnen. Die PC-24 benötigt keine mustergültig asphaltierten Start- und Landebahnen, sondern kommt mit unvorbereiteten Pisten aus. Dies ist für potenzielle Kunden wie den Royal Flying Doctor Service in Australien (der sechs Exemplare der PC-24 bestellt hat) oder Safarianbieter im südlichen Afrika von hoher Bedeutung. Diese Tests stehen allerdings erst ganz am Ende des Erprobungsprogramms auf dem Plan. Mit der Zulassung der PC-24 durch die EASA rechnet Pilatus Aircraft für Mitte 2017. Die ersten Auslieferungen sollen direkt nach der Zertifizierung erfolgen. Das Auftragsbuch wird sich aber früher wieder öffnen, nämlich dann, wenn die ersten belastbaren Flugerprobungsdaten vorliegen, die es dem Hersteller erlauben, Garantien für die Flugleistungen zu geben. FR VOLKER K. THOMALLA 42 FLUG REVUE OKTOBER 2015 www.flugrevue.de

ANZEIGE Im Anflug auf München: 10 th AIRTEC 2015 München/Frankfurt, 10.9.2015 Es ist wieder soweit: vom 3. bis 5. November 2015 kommen die Fachleute der Zulieferkette Luftund Raumfahrt aus aller Welt wie jedes Jahr auf der AIRTEC zusammen. Nun schon zum zehnten Mal. Dieses Jahr ist eines anders: die AIRTEC findet von nun an auf dem Messegelände in München statt. Ob sich neben dem neuen Standort noch mehr ändert und wie die Erwartungen an die Jubiläumsveranstaltung sind, erfahren wir im Interview von Diana Schnabel, der Chefin der AIRTEC. Eine Frage interessiert die Branche natürlich brennend: Warum wird die AIR- TEC nun in München stattfinden und nicht mehr in Frankfurt? Bayern ist für die AIRTEC einfach ein idealer Standort. Einerseits eine der fünf größten Luft- und Raumfahrtregionen der Welt. Andererseits aus aller Welt perfekt zu erreichen mit idealer Infrastruktur – beispielsweise gehört das Messegelände in München zu den modernsten in Deutschland. Außerdem noch entscheidend: Hier können wir endlich vieles umsetzen, was bislang nicht möglich war und es ist Raum für das aktuelle und künftige Wachstum der AIRTEC gegeben. Wie sehr sich die AIRTEC entwickelt, sehen Sie an den prognostizierten Zahlen: Wir erwarten in diesem Jahr circa 600 Unternehmen aus 46 Ländern, knacken hoffentlich die Marke von 15.000 B2B-Meetings und bewegen uns mit dem 10th AIRTEC 2015 International Congress auf die Marke von 1.000 Teilnehmern zu. Und natürlich fühlen wir uns sehr geehrt, wenn unsere B2B-Meetings aus der Branche heraus als „best in class“ bezeichnet werden. Und, was immer unser Ziel war ist nun erreicht: Die Zulieferkette ist auf der AIRTEC unglaublich umfassend abgebildet – von Design und Engineering über Materialien, alles für Fertigung, Produktion und Montage bis hin zu ganzen Komponenten und Systemen sowie Testing und Simulation ist alles vertreten. Dies führt dazu, dass einige der aktuellen Flugzeug-Großprojekte – speziell aus Fernost – wie selbstverständlich in diesem Jahr auf die AIRTEC kommen, um hier die besten und passendsten Zulieferer zu finden. Gibt es neben dem Umzug weitere Neuerungen? Selbstverständlich – wir tun alles, damit sich die AIRTEC von Jahr zu Jahr weiterentwickelt. Thematische Veränderungen gibt es vor allem bei den Themen „Unbemanntes Fliegen (UAV / UAS)“ und SPACE. Im Bereich UAV / UAS stehen die zivilen und militärischen Anwendungen im Mittelpunkt. Erklärtes Ziel ist es, für dieses Thema einer der zentralen Treffpunkte für die Branche zu werden. Dazu wird es Workshops geben, welche die Möglichkeiten durch unbemanntes Fliegen deutlich machen – zum Beispiel durch die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft DLGR oder zum Thema „elektrisches Fliegen“. Aber auch der militärische Einsatz wird integraler Bestandteil sein: eine ganze Session wird sich den Erfahrungen deutscher Streitkräfte mit UAS widmen und dabei auch zukünftige Forschungs- und Technologieaktivitäten beleuchten. Dazu passend finden NATO Science and Technology Organisation Workshops rund um »Lessons Learned from UAS Operations for New UAS Systems Technology, Operational Processes, User Community« statt. Und auch das Thema Commercial SPACE entwickeln wir weiter. In diesem Jahr stehen dabei stärker Technologien und deren Transfer zu und von der irdischen Industrie im Fokus. Hier machen unsere Kunden heute und morgen Geschäfte – daher muss hier ein Fokus der AIRTEC sein. Aber auch Bewährtes wird in diesem Jahr noch besser. In diesem Sinne ist unbedingt der bereits traditionelle Supply Chain Summit mit bisher folgenden bestätigten Teilnehmern zu erwähnen: Josef Gropper (Liebherr-Aerospace & Transportation), Shigeru Yamanobe (Kawasaki Heavy Industries, Japan), Thomas Tschirner (Rolls Royce Deutschland), Dr. Christof May (Airbus Group) und Gerd Heinrich (OHB-System AG). Was für manchen neu ist: auf der AIRTEC bieten sowohl High-Tech-Zulieferer als auch zahlreiche Vertreter aus Low-Cost-Ländern ihre Produkte und Dienstleistungen an. Hier ist eine wirklich interessante polyglotte Mischung entstanden. Können Sie uns noch einige herausragende Highlights nennen? Gern. Wir freuen uns sehr über die Beiträge im Rahmen der Eröffnung am 3. November: das ist einerseits die stellvertretende bayerische Ministerpräsidentin und Wirtschaftsministerin Ilse Aigner und außerdem für das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie Herr Dr. Wolfgang Scheremet, Leiter der Abteilung Industriepolitik. Bei den Keynotes besonders hervorzuheben sind unter anderem: Dr. Gerd Gruppe, DLR-Vorstand, Brigadegeneral Jörg Lebert, Abteilungsleiter im Kommando Luftwaffe, Dr. Hans Koenigsmann, Vice President Mission Assurance bei SpaceX und Professor Ulrich Walter, Inhaber des Lehrstuhls für Raumfahrttechnik an der Technischen Universität München und früherer Wissenschaftsastronaut. Nicht zu vergessen ein ganzer Tag rund um das Thema 3D-Druck in der Luft- und Raumfahrt – organisiert von Terry Wohlers, dem wohl weltweit profundesten Kenner zum Thema Additive Fertigung. Freuen Sie sich mit uns auf ein auch diesmal wieder überwältigendes Kongressprogramm und auf eine Messe, die – wie es ein Manager eines der großen OEMs formulierte – „ganz einfach inspiriert“. Alle Details finden Sie unter www.airtec.aero

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