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FLUG REVUE 10/2015

Militärluftfahrt

Militärluftfahrt Lockheed Martin F-35 Lightning II Britische F-35B (Vordergrund) fliegen mit dem USMC in Beaufort. F-35B (links), F-35A (rechts, erste für Norwegen) und F-35C werden auf derselben Linie gebaut. Fotos: Lockheed Martin (Cueto, Kaszynski), USAF Internationales Großprogramm Kunde Planzahlen beauftragte Flugzeuge US Air Force 1763 103 US Navy 260 18 US Marine Corps 420 50 Australien 100 2 Dänemark (30) - Großbritannien 138 8 Israel 33 2 Italien 90 8 Japan 42 4 Kanada (65) - Niederlande 37 2 Norwegen 52 4 Südkorea 40 - Türkei 100 - Gesamt 2792 201 Dänemark und Kanada haben noch keine definitive Beschaffungsentscheidung getroffen. Stand: Juni 2015 bruar 2019) einsatzbereit haben. Bis dahin sollen rund 400 F-35 die Montagehallen von Lockheed Martin in Fort Worth und von Alenia Aermacchi in Cameri verlassen haben, bis 2020 sollen es 650 Flugzeuge sein. Lockheed Martin muss also die Produktionsraten deutlich erhöhen, was auch zu günstigeren Preisen führen soll. Derzeit liegen die Stückkosten (Fly-away, also ohne Entwicklungskostenanteil) bei 137 Mio. Dollar für die F-35B, 112 Mio. für die F-35A und 130 Mio. für die F-35C. Ziel ist es, die Kosten auf etwa 85 Mio. Dollar (74 Mio. Euro) zu drücken. Wünschenswert ist in dieser Hinsicht eine größere Sammelbestellung der USA und von Exportkunden. Darüber hinaus haben Lockheed Martin und die zahlreichen Zulieferer diverse Projekte in Angriff genommen, die Produktionskosten der einzelnen Flugzeuge zu senken. Programm-Managerin Lorraine Martin präsentierte diesbezüglich Maßnahmen wie eine andere Kühlung von Fräswerkzeugen (Einsparung pro Jet 4000 Dollar) oder ein anderes Fertigungsverfahren für den Seitenruderholm (Einsparung 21 000 Dollar pro Jet). Was wie Peanuts klingt, summiert sich letztendlich auf fast eine halbe Milliarde Dollar. Denn eines ist trotz aller Verzögerungen, Probleme und erheblicher Kritik an den Fähigkeiten klar: Die F-35 wird mit enormen Stückzahlen (derzeit sind 2792 Maschinen geplant) und einer weltweiten Verbreitung die Kampfflugzeug-Szene der nächsten Jahrzehnte bestimmen. FR www.flugrevue.de

„Atlantic Resolve“ der US Air Force A-10C beenden Europa-Tour Im Rahmen der „Operation Atlantic Resolve“ übte ein Dutzend Thunderbolt II der 354th Fighter Squadron sechs Monate lang in Europa. Die Piloten der A-10C nutzen seit 2013 das Scorpion-Helmvisier. In Rumänien gab es die Gelegenheit zum scharfen Schuss. Fotos: USAF/52nd Fighter Wing Public Affairs Etwa 25 Piloten und 270 Mann sonstiges Personal der „Bulldogs“ machten sich Mitte Februar aus dem sonnigen Arizona auf den Weg nach Spangdahlem. Als „Theater Security Package“ sollten sie den östlichen NATO- Mitgliedern vor dem Hintergrund der Ukraine-Krise die amerikanische Unterstützung signalisieren. Es war die erste TSP-Verlegung nach Europa. In Asien gibt es ähnliche Einsätze seit 2004. Bis zur Auflösung der 81st Fighter Squadron im Mai 2013 waren A-10 Thunderbolt II lange Jahre regulär in Spangdahlem stationiert. Insofern war es für den 52nd Fighter Wing kein zu großes Problem, die Erdkampf-Spezialisten von der Davis-Monthan AFB aufzunehmen. Der Stützpunkt diente aber nur als Ausgangspunkt für zahlreiche Verlegungen vor allem in die östlichen NA- TO-Länder. So nahm die 354th Expeditionary Squadron im April zum Beispiel an der Übung „Dacian Thunder“ in Câmpia Turzii, Rumänien, teil. Dort trainierte man gemeinsam mit den MiG-21 und den Puma-Hubschraubern der 71. Luftwaffenbasis. Parallel dazu waren vier A-10C auf der Basis Namest zu Gast. Hier ging es vor allem darum, die Zusammenarbeit mit Zieleinweisern der tschechischen Luftstreitkräfte zu üben. ENGE ZUSAMMENARBEIT MIT DEN NATO-PARTNERN Im Mai folgten Verlegungen von je vier A-10C nach Ämari in Estland und auf die Basis Sliač in der Slowakei. Auch hier wurde die Luftnahunterstützung trainiert, für die die Thunderbolt besonders geeignet ist. Der Abstecher der A- 10C nach Lask in Polen im Juli beinhaltete eine besondere Gelegenheit. In Nowe Miasto, wo es eine alte Landebahn gibt, wurde der Betrieb auf unvorbereiteten vorgeschobenen Basen geübt. US- Spezialisten zeigten ihren polnischen Kameraden, wie ein solcher Platz eingerichtet und betrieben wird. „Wir hatten zunächst nur zwei Piloten, die für den Einsatz auf solchen Pisten qualifiziert waren, und konnten dann zehn weitere ausbilden“, freute sich Oberstleutnant Ryan Hayde, Kommandeur der 354th Fighter Squadron. Nach der Rückkehr in die USA am 4. August konnte Hayde eine sehr positive Bilanz ziehen. Insgesamt hatte die Staffel an 21 Übungen teilgenommen und dabei 1500 Einsätze mit 2700 Flugstunden verbucht. „Als erster TSP-Verband in Europa haben sie die Latte für eine effektive Zusammenarbeit mit unseren Partnern hoch gelegt. Sie haben dabei auf vielen Basen mit ganz geringer logistischer Unterstützung operiert“, bescheinigte Oberst Joe McFall, Kommandeur des 52nd Fighter Wing. FR KARL SCHWARZ In Polen flogen die Thunderbolts von einer verlassenen Basis aus. www.flugrevue.de FLUG REVUE OKTOBER 2015 51

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