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FLUG REVUE 10/2016

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Zivilluftfahrt Lufthansa

Zivilluftfahrt Lufthansa zieht Halbjahresbilanz Wegen einer Flaute im Langstreckengeschäft rechnet Lufthansa in diesem Jahr mit einem geringeren Ergebnis. Gewinnziel gestrichen Unsere Branche muss sich auf ein schwieriges zweites Halbjahr einstellen“, sagte Lufthansa-Chef Carsten Spohr bei der Vorlage der Zahlen für das erste Halbjahr am 2. August. Die Terroranschläge in Europa und die zunehmende politische und wirtschaftliche Unsicherheit hinterließen im Passagierverkehr ihre Spuren. Für das Gesamtjahr erwartet Lufthansa nun, statt eines bisher angekündigten Ergebnisses „leicht über Vorjahr“, ein Ergebnis „unter Vorjahr“. 2015 hatte das Unternehmen bei hoher Nachfrage und besonders niedrigem Ölpreis 1,8 Mrd. Euro Gewinn ausgewiesen. Man werde Effizienzsteigerungen „noch konsequenter vorantreiben“, kündigte Spohr an. Bei der Verbesserung der Kostenstrukturen und beim Ausbau von Eurowings komme man gut voran. Die Umsätze der Lufthansa-Gruppe sanken im ersten Halbjahr 2016 um 2,1 Prozent auf 15 Mrd. Euro. Trotz höherer Passagierzahlen sanken die Verkehrserlöse sogar um 4,5 Prozent. Besonders schwach zeigte sich das Aufkommen aus Lufthansa investiert derzeit Milliarden in die Flotte. Hier werden drei A380 für den nächsten Flug vorbereitet. Die Lufthansa-Konzernflotte (Lufthansa Passage, Regionalgesellschaften, Swiss, Austrian Airlines, Eurowings, Lufthansa Cargo, Stand: 30. Juni) Airbus A319: 85 Airbus A320: 139 Airbus A321: 79 Airbus A330: 40 Airbus A340: 55 Airbus A380: 14 Boeing 737: 7 Boeing 747: 32 Boeing 767: 6 Boeing 777: 15 Boeing MD-11F: 14 Bombardier CRJ: 35 Bombardier Q Series: 18 Bombardier C Series: 1 BAE Avro RJ: 16 Embraer: 43 Fokker F70: 5 Fokker F100: 11 gesamt: 615

Asien und Südamerika nach Europa. Das Europageschäft selbst ist dagegen im zweiten Quartal leicht gestiegen, und der Nordamerikaverkehr blieb stabil. Das Konzernergebnis im ersten Halbjahr lag leicht unter dem bereinigten Halbjahresergebnis des Vorjahres. Die Konzernsparte Passage konnte ihre Marge um 3,8 Prozentpunkte auf 5,2 Prozent verbessern. Spitzenreiter im Konzern bleibt aber Swiss mit einer Marge von 6,3 Prozent. Die Schweizer leiden allerdings unter ihrer starken Währung, die das Ergebnis um 47 Mio. Euro verschlechterte. Verbessern konnte dagegen Austrian ihr Ergebnis um 16 Mio. Euro, während SunExpress und Brussels Airlines ihr Ergebnis um zusammen 40 Mio. verschlechterten. Eine anhaltende Flaute meldet der Frachtbereich von Lufthansa Cargo mit einem Ergebnisrückgang um 95 Mio. Euro. Hier liegen die Durchschnittserlöse auf dem Niveau der Finanzkrise von 2009. Mit einem im Umfang verdoppelten Sparprogramm will LH Cargo in diesem Jahr deshalb 80 Mio. Euro einsparen. Auch Lufthansa Technik lag beim Halbjahresergebnis 64 Mio. Euro, LSG Sky Chefs 2 Mio. Euro unter dem Vorjahr. ES BLEIBT BEI DER DREI-SÄULEN-STRATEGIE Carsten Spohr bekräftigte die „Drei-Säulen-Strategie“ des Konzerns, nach der dieser neben den Premium Airlines mit Drehkreuzverkehr auch die Eurowings- Gruppe und den vergleichsweise margenstarken Bereich Aviation Services ausbauen will. Die Stückkosten bei Eurowings könnten bereits heute dem Wettbewerb standhalten. Bis 2020 werde man sie nochmals deutlich reduzieren. Allerdings sank das Ergebnis von Eurowings um 67 Mio. Euro auf einen Halbjahresverlust von 89 Mio. Euro. Laut Lufthansa lag dies an einmaligen Projektkosten, Anlaufschwierigkeiten im Langstreckenverkehr und einem Rückgang der Durchschnitts- Tauziehen geht weiter Trotz einer angeblich deutlichen Annäherung in der langjährigen Tarifauseinandersetzung mit den Lufthansa-Piloten der Gewerkschaft Vereinigung Cockpit wurden die Gespräche im August ergebnis los beendet. Damit könnten auf Lufthansa- Chef Carsten Spohr bald schon neuerliche Pilotenstreiks zukommen. Dagegen hatte Lufthansa mit ihren Flugbegleitern der Gewerkschaft UFO eine tarifliche Einigung erzielt. erlöse bei hartem Wettbewerb. Der Lufthansa-Konzern insgesamt wolle Erlösqualität und Kostenstrukturen verbessern und zu nachhaltigem profitablen Wachstum zurückkehren. FR SEBASTIAN STEINKE Mit Eurowings schickt Lufthansa eine Niedrigpreistochter nun auch auf Langstrecken. Die Langstreckennachfrage aus Asien und Südamerika schwächelt derzeit. Als klassische Drehkreuz-Airline bündelt Lufthansa ihr Verkehrsaufkommen unter eigener Marke in München und Frankfurt (Foto). Fotos: Lufthansa www.flugrevue.de FLUG REVUE Oktober 2016 29

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