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FLUG REVUE 10/2016

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Militärluftfahrt Super

Militärluftfahrt Super Étendard geht außer Dienst zeugträger „Foch“ und „Clemenceau“ vor der Küste des Landes ab. Nachdem französische Friedenstruppen mit Artillerie beschossen wurden, griffen die Trägerflugzeuge am 22. September 1983 syrische Positionen an. Ein Trainingslager für Terroristen wurde im November 1983 bombardiert. 1987 und 1988 folgte die Operation „Prométhée“ im Persischen Golf, um während des Kriegs zwischen dem Iran und dem Irak die Schifffahrtsrouten zu schützen. Ab 1993 forderten die Kriege im früheren Jugoslawien den Einsatz der Marine Nationale. Die Super Étendards trugen ihren Teil zu den Operationen „Balbuzard“, „Salamandre“ und schließlich zu „Allied Force“ bei. Dabei kamen lasergesteuerte Bomben und die Lenkwaffe AS30L zum Einsatz. Allein während „Allied Force“ wurden über 400 Flüge durchgeführt, wobei man 127 Ziele angriff. Die Trefferquote lag bei für damalige Verhältnisse sehr guten 73 Prozent. Ab 2001 waren die Super Étendards vom neuen Flugzeugträger „Charles de Gaulle“ aus im Einsatz. Von November an flogen sie Missionen über Afghanistan (Operation „Héraclès“), was nur mit drei bis vier Luftbetankungen möglich war. Später waren die SEM der Staffeln 11F und 17F dann zeitweise in Afghanistan selbst stationiert. Von Kandahar aus zu fliegen war nicht einfach. Im Sommer wurde wegen des vergleichsweise schwachen Triebwerks vorzugsweise in den frühen Morgenstunden gestartet. „Wir mussten schon die ganze Bahn nutzen. Um eine gute Beschleunigung zu gewährleisten, blieben die Klappen zunächst eingefahren. Außerdem trugen wir meist nur eine Bombe“, erinnert sich einer der Piloten. Von März bis August 2011 folgte die Operation „Harmattan“ als französischer Beitrag zu den Angriffen auf Rebellenstellungen in Libyen und – wie eingangs erwähnt – waren die Super Étendards zuletzt über Syrien und dem Irak aktiv. Die lange Einsatzdauer war nur möglich, weil die Maschine sich als gute Basis für die schrittweise Einführung neuer Systeme erwies. Vor allem das sehr einfache Handling machte die leer nur 6,5 Tonnen schwere Super Étendard bei den Piloten beliebt. DER PROTOTYP FLOG IM OKTOBER 1974 Vom Konzept her hatte Dassault auf die Erfahrungen mit der bereits 1956 geflogenen Étendard IV aufgebaut, die nach weiteren Entwicklungsarbeiten als Étendard IVM ab Dezember 1961 an die Aéronautique Navale geliefert wurde. Die Entwicklung der neuen Version wurde im Januar 1973 von Verteidigungsminister Debré genehmigt. Ein Prototyp flog im Oktober 1974, und die Serienfertigung von 71 Maschinen wurde 1977 48 FLUG REVUE OKTOBER 2016 www.flugrevue.de

Landung: Die Super Étendard flog von den Trägern „Foch“, „Clemenceau“ und „Charles de Gaulle“ aus. Waffenlast: Zuletzt waren die Flugzeuge mit Doppelträgern ausgerüstet. aufgenommen. Als Marinekampfflugzeug sollte die Super Étendard vor allem für die Schiffsbekämpfung mit der Lenkwaffe AM39 Exocet eingesetzt werden. Daneben konnte sie auch die taktische Atombombe AN52 tragen, die man zum Beispiel gegen eine sowjetische Flotte im Mittelmeer eingesetzt hätte. Später kam die überschallschnelle Lenkwaffe ASMP zum Arsenal hinzu. Das erste große Modernisierungsprogramm (SEM) wurde 1986 in Angriff genommen. Dabei ging es um den Einbau neuer Cockpitbildschirme inklusive Head-up Display. Das Anemone-Radar ersetzte das veraltete Agave, was je nach Situation die Reichweite, auf der Ziele entdeckt werden konnten, verdoppelte. Die SEM-Variante war ab 1995 voll im Einsatz. Fotos: Marine Nationale, Frédéric Lert (3) Abschiedsvorstellung: Nur noch drei flugfähige Super Étendards blieben übrig. Vielseitig: Die Super Étendard konnte auch als Tanker verwendet werden. www.flugrevue.de FLUG REVUE OKTOBER 2016 49

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