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FLUG REVUE 11/2015

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Zivilluftfahrt

Zivilluftfahrt DC-3-Hauptstadt Villavicencio Tower und Terminal von Villavicencio. Ein Großteil der Wartung findet unter freiem Himmel statt. den. Als letzter Betreiber kann die Frachtfluggesellschaft Sadelca mit einer DC-3 aufwarten, allerdings ist diese seit längerer Zeit inaktiv. Der Ort hat sich schon seit Jahrzehnten als Zentrum der Dschungelfliegerei etabliert, da im Gegensatz zu den früher üblichen Flügen ab Bogotá die hier dichtere Luft den Flugzeugen eine höhere Zuladung ermöglicht und durch die gesparten Flugkilometer in Richtung Dschungel weiter abgelegene Ziele erreicht werden können. Bis 2000 wurden die Dschungelflüge auch mit Curtiss C-46 und Douglas DC-6 durchgeführt. Einzelne Propellerblätter dieser Muster stehen heute noch als Mahnmale im Vorgarten der Flughafenfeuerwehr. Aus den über die Jahre eingesetzten Typen hat sich die DC-3 als zuverlässiges Arbeitstier herauskristallisiert. Nicht mehr verfügbare Ersatzteile wie etwa Höhen- oder Seitenruder werden direkt vor Ort in Kolumbien gefertigt, Ersatzteile werden aus ausgemusterten Flugzeugen ausgebaut. und sämtliche Firmen haben darüber hinaus für einen kontinuierlichen Flugbetrieb neben ihren aktiven Maschinen auch noch weitere Zellen auf Lager, die für einen zukünftigen Einsatz vorbereitet werden. Diese Aufbauarbeiten erfolgen tagsüber, während die anderen DC- 3 im Flugbetrieb sind. Denn sobald diese zurückkehren, erfordern insbesondere deren Motoren die Aufmerksamkeit der Mechaniker. Zündkerzen werden gewechselt, Öl nachgefüllt und regelmäßige Inspektionen durchgeführt, um am nächsten Tag wieder einsatzbereit zu sein. Durch den intensiven Wartungsaufwand und die geringe Anzahl an Flugzeugen bedingt, sind die Versorgungsflüge zu den Pisten im Dschungel zwar rar, aber sie finden regelmäßig statt. Drei bis vier Flugbewegungen mit den DC-3-Oldies gibt es täglich in Villavicencio, im Ort selbst leben acht DC- 3-Piloten, die den Flugbetrieb sicherstellen. Obwohl die Propellermaschinen zum Alltagsbild gehören, sind sie für das Flughafenpersonal immer noch etwas Besonderes. Sobald die markante Silhouette der massigen Zweimot mit ihrem ausgefahrenen Fahrwerk am Himmel zu erkennen ist, deuten die Finger auf sie, und das Treiben kommt etwas zur Ruhe. Derweil setzt die Veteranin der Dschungelfliegerei mit quietschenden Reifen auf der Asphaltpiste auf. Dank einer sichergestellten Ersatzteilversorgung, günstiger Betriebskosten und mangels eines gleichwertigen Nachfolgers wird sich daran auch in absehbarer Zeit nichts ändern und die DC-3 ein wichtiger Bestandteil der Lebensader der Amazonasbevölkerung bleiben. FR DER BESTE ERSATZ FÜR EINE DOUGLAS DC-3 IST EINE DC-3 28 FLUG REVUE NOVEMBER 2015 www.flugrevue.de

Reiseland Kolumbien Foto: Markus Biebricher Reisen in Kolumbien ist heute sicher und erlebnisreich. Die Zeiten des Terrors sind vorbei, Land und Leute präsentieren sich freundlich und vielfältig. Kolumbien setzt sich zusammen aus Anden-Hochland, Küstenregionen und Amazonas-Tiefland. Die unterschiedlichen klimatischen und topografischen Bedingungen stellen auch an Piloten spezielle Anforderungen. Grundsätzlich ist das Land zerklüftet und schwer kontrollierbar, was sich seinerzeit zunächst die goldgierigen spanischen Eroberer, später Drogenkartelle und Guerillas zunutze machten. Zivilisation und Wildnis existieren nebeneinander, Kolumbien ist reich an Ressourcen und intakter Natur. Guerillas sollen zwar noch vereinzelt im Grenzgebiet zu Panama oder im Südosten des Tieflandes aktiv sein, doch dorthin verirren sich Touristen ohnehin kaum. Bogotá und Medellin sind zu modernen Kultur- und Wirtschaftsmetropolen gewachsen, aber auch in kleineren Orten ist das Angebot an Unterkünften gut. Die Lebenshaltungskosten sind niedriger als in Deutschland, ein Euro entspricht 3400 kolumbianischen Peso (COP). Literatur und Infos (auch zu Dokumenten und Reisezeit): Ingolf Bruckner, Reiseführer „Kolumbien“ (Reise Know-How, 24,90 Euro), www.das.gov.co, www.botschaft-kolumbien.de. Markus Biebricher, Ressortleiter „Leben“, Zeitschrift MOTORRAD Wenn die Maschinen ausgeschlachtet sind, werden die Reste schlussendlich verschrottet. www.flugrevue.de

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