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FLUG REVUE 11/2015

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Zivilluftfahrt

Zivilluftfahrt Touristenmagnet im Pazifik An der wichtigsten internationalen Verbindung Honolulus, der nach Tokio, hat Japan Airlines einen hohen Marktanteil. die Chancen gut, dass der Passagier auf der einzigen sogenannten „Reef Runway“ der USA landet. Die 3658 Meter lange Bahn 8R/26L wurde 1977 als weltweit erste überhaupt direkt ins Wasser gebaut. Auch dies hat wieder mit Honolulus spezieller Lage zu tun – die Piste wurde als Ausweichbahn für die Space Shuttles errichtet. Nach dem Aufsetzen und auf dem langen Rollweg zum Terminal entsteht schon mal ein Eindruck vom unglaublichen Mix des Flugverkehrs hier: Der Honolulu International Airport teilt sich die Bahnen mit der Hickam Air Force Base, die wiederum zum Marinestützpunkt Pearl Harbor gehört. Der Stützpunkt wurde 1941 von den Japanern angegriffen, was die USA in den Zweiten Weltkrieg führte. Honolulu International Airport Daten und Fakten Betreiber: State of Hawaii, Department of Transportation IATA-Code: HNL ICAO-Code: PHNL Startbahnen: 4L/22R (2119 m), 4R/22L (2743 m), 8L/26R (3749 m), 8R/26L (3658 m) Terminals: 3 Abgefertigte Passagiere 2014: 20 Millionen Im Netz www.hawaii.gov/hnl So tummeln sich auf den Bahnen des internationalen Flughafens neben Großraumjets aus den USA und Asien immer wieder startende und landende F-22 Raptor, Frachtflieger von der DC-3 bis zur Convair 580, Boeing-747- oder Lockheed-Galaxy-Frachter, dazwischen vereinzelt Sportflugzeuge und Business Jets und natürlich Turboprops im Inselverkehr. DIE „REEF RUNWAY“ WIRD AM INTENSIVSTEN GENUTZT Für den Gütertransport von Insel zu Insel werden natürlich Flugzeuge genutzt. Insgesamt verfügt der Flughafen über vier Bahnen, wobei die „Reef Runway“ am intensivsten genutzt wird, grundsätzlich etwa für alle Nachtflüge. „Üblicherweise haben wir alle drei Minuten einen Start oder eine Landung, zu Spitzenzeiten sind es 70 Bewegungen pro Stunde. Möglich sind maximal 85 An- und Abflüge in der Stunde“, erklärt Ross Higashi. Die Anzahl der Flugbewegungen ist dabei zurückgegangen, 2006 waren es noch über 323 000, davon 55 Prozent Linien- und fünf Prozent Militärflüge, zuletzt sank die Zahl der Bewegungen auf 278 000 jährlich. Sobald das Flugzeug das Übersee- Terminal erreicht hat, fallen dem Passagier weitere Besonderheiten auf. Obwohl er durch eine Fluggastbrücke aussteigt, kann er gleich die frische Tropenbrise genießen. Honolulus Terminal ist teilweise in offener Bauweise errichtet worden. Lange, überdachte Korridore, sogenannte „Breezeways“, führen den Passagier ins Terminalgebäude. Auf dem Weg dahin bieten sich grüne Oasen zum Verweilen an, etwa je ein hawaiianischer, chinesischer und japanischer Garten mit Schatten spendenden Bäumen – ideale Orte zum entspannten Warten auf den Abflug. Zu Stoßzeiten spielen lokale Musiker in den Korridoren auf und verleihen dem Flughafen ein unverwechselbares Flair. Dazu gehört auch ein Verkehrsmittel, das es nur hier gibt: den „Wiki Wiki“ („Schnell“ auf Hawaiia- www.flugrevue.de

Hawaiian Airlines hat mit weitem Abstand die meisten Passagiere auf dem Flughafen Honolulu. Vor allem bei asiatischen Touristen sind die Inseln Hawaiis sehr beliebt. Entsprechend bunt fällt auch der Mix der Airlines aus, die Honolulu anfliegen. nisch) genannten Bus-Shuttle. Der verkehrt im Sicherheitsbereich auf einer eigenen Ebene auf dem Dach des Terminals und der „Concourses“ und sorgt für bequeme Überwindung ansonsten weiter Laufstrecken. DAS GEBÄUDE STAMMT AUS DEN SECHZIGER JAHREN „Unser Flughafen mag alt aussehen, aber er ist sehr sauber und landschaftlich schön gestaltet“, sagt Higashi. Denn tatsächlich stammen die meisten Gebäude von 1962; zwischen 1970 und 1980 gab es Modernisierungen, als Letztes wurde 1992 das Interisland Terminal errichtet. „Ich sehe es als mein Erfolgserlebnis, wenn die Besucher hier einen positiven ersten und letzten Eindruck von Hawaii bekommen“, sagt Higashi, „obwohl ich sehr gern einen moderner aussehenden Flughafen hätte.“ Viele Möglichkeiten zu grundlegender Erneuerung gibt es am von Wasser, Bergen und der mit ihrem Zentrum nur fünf Kilometer nordwestlich gelegenen Stadt umschlossenen Flughafen nicht. Immerhin läuft derzeit ein Modernisierungsprogramm. Ein alter Wartungs- und Frachthangar wurde abgerissen und woanders neu gebaut, um die Rollwege zum Interisland Terminal zu verbreitern. Gleichzeitig entsteht am westlichen Ende des Abfertigungskomplexes bis Ende 2016 ein Commuter-Terminal. Der alte Bereich des Zubringerverkehrs wird für das größte neue Gebäudeprojekt benötigt. Der Mauka Concourse soll bis Ende 2018 fertig sein. Die hier dann zusätzlich zur Verfügung stehenden Parkpositionen am Gebäude können sechs Großraumjets oder elf Narrowbodies gleichzeitig bewältigen. www.flugrevue.de FLUG REVUE NOVEMBER 2015 33

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