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FLUG REVUE 11/2016

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Zivilluftfahrt

Zivilluftfahrt Airbus-A350-Fertigung Aufholjagd Lufthansa hat 25 A350-900 bestellt. 32 FLUG REVUE November 2016 www.flugrevue.de

Probleme mit der Innenausstattung haben die Produktion der A350 zurückgeworfen. In Toulouse werden nun alle Anstrengungen unternommen, bis Jahresende 50 Flugzeuge zu liefern – darunter auch das erste für Lufthansa. Von KARL SCHWARZ Airbus-Chef Fabrice Brégier war erleichtert, nachdem im August 61 Flugzeuge und damit mehr als jemals zuvor im traditionellen Ferienmonat ausgeliefert worden waren. „Bei der A350 erreichten wir unser Ziel von sechs Flugzeugen“, betonte Brégier. Damit liegt man bei 21 Lieferungen in diesem Jahr, und das Ziel von 50 Flugzeugen ist nicht mehr utopisch, „wenn wir den Rhythmus von sechs bis sieben Flugzeugen pro Monat halten“. Bis dahin ist aber „noch viel Arbeit nötig“, wie das für die Programme zuständige Vorstandsmitglied Didier Evrard zugab. Vor allem „müssen wir auch sicherstellen, dass die Erhöhung der Fertigungsraten nicht zu Kompromissen bei der Qualität führt“. Alle Ziele zu erreichen erfordere die Anstrengung des ganzen Unternehmens, denn „es gibt kein Patentrezept“. Um bei der A350 den bei vielen Flugzeugen noch vorhandenen Rückstand von zwei bis drei Monaten aufzuholen, musste Airbus zu außergewöhnlichen Maßnahmen greifen. Zu den Details will man sich zwar nicht äußern, doch waren für die A350-Mannschaft, die etwa 1500 Mitarbeiter in Toulouse umfasst, zuletzt Überstunden an der Tagesordnung. Auch die eigentlich heiligen Ferien mussten gestaffelt genommen werden, um die Endmontage und die Ausrüstung am Laufen zu halten. MONTAGEREIHENFOLGE KOMMT DURCHEINANDER Dabei ist das neue Endmontageverfahren der A350 derzeit praktisch außer Kraft gesetzt. Eigentlich sollten nämlich viele große Teile für die Kabine, wie Küchen und Toiletten oder Crew-Ruheräume, bereits an der Station 59 in die aus Hamburg und St. Nazaire angelieferten Rumpfsegmente installiert werden. Allerdings hatte insbesondere Zodiac Aerospace Schwierigkeiten, zum Beispiel bei den in Cypress, Kalifornien, produzierten Toiletten, die Fertigung wie notwendig hochzufahren. Dort sind nun Verbesserungen eingeführt, und eine zweite Linie wurde in Montreal eingerichtet. Auch bei den Sitzen von Zodiac gab es teils erhebliche Verzögerungen. Konsequenz daraus: Die A350 werden ohne die großen Einbauteile montiert (Station 50 und Station 40) und getestet (Station 30, Station 18) und dann teilweise erst einmal abgestellt. Sobald dann, manchmal nach vielen Wochen, die notwendigen Ausrüstungsteile verfügbar sind, folgt die Innenausstattung. Die MSN087 ist für Lufthansa. Oben zwei Elemente des Ruheraums für die Cockpitcrew, die nach Lieferverzug nachträglich eingebaut werden müssen. Fotos: Airbus, Schwarz (2) www.flugrevue.de FLUG REVUE November 2016 33

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