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FLUG REVUE 12/2014

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Topgun: Eliteschule der US Navy, Ebola-Epedemie: Airlines sorgen sich um Hygiene an Bord, Bundeswehr: schwere Mängel in der Ausrüstung, großes Extra: Raumfahrt

Zivilluftfahrt jetBlue:

Zivilluftfahrt jetBlue: innovativ und profitabel Die erste A321 für den Carrier wurde in diesem Jahr ausgeliefert. 30 MILLIONEN PASSAGIERE PRO JAHR FLIEGEN JETBLUE Fotos: Andreas Spaeth (3), Airbus, Brinckmann/Airbus „Es gibt einen riesigen Markt von Leuten, die bereit sind, für ein besseres Produkt einen fairen Preis zu zahlen“, sagt jetBlue-Präsident Robin Hayes im exklusiven Gespräch mit der FLUG RE- VUE in New York. „Die Nachfrage für das Produkt ist bereits wesentlich größer als die Zahl der Sitze, die wir anbieten können“, freut sich Hayes. „Der Premium-Transkontinentalmarkt ist bisher nicht gut abgedeckt, das Produkt oft nicht hochwertig, aber die Leute bezahlen eine Unmenge Geld, um damit zu fliegen.“ jetBlue konzentriert sich mit „Mint“ vorerst auf die Strecken von JFK nach Los Angeles (sieben tägliche Flüge) und San Francisco (fünf). Elf von 28 georderten A321-231 erhalten diese Kabinenausstattung. „So viele brauchen wir Die Embraer 190 waren zunächst für lange, dünne Strecken gedacht. Heute sind sie in Boston zusammengefasst und bedienen Routen mit hoher Frequenz. für beide Routen, wir könnten aber weitere A321 mit dieser Kabine ausrüsten lassen“, so Hayes. WACHSTUM DURCH GRÖSSERE FLUGZEUGTYPEN jetBlue setzt für ihr geplantes Wachstum von fünf bis sechs Prozent pro Jahr klar auf die A321, nachdem sie mit ihrer Kernflotte aus 130 A320 bisher auf kleinere Airbus-Jets vertraute. Insgesamt 18 A320-Bestellungen wurden kürzlich in Orders für A321 umgewandelt. Damit folgen die New Yorker einem auch von Airbus beobachteten Trend hin zu größeren Flugzeugen. Die Anzahl der Sitze in den neuen A321 ist – dank üppiger Abstände und dem neuen „Mint“-Angebot – allerdings ähnlich der in der A320 (150) und der A321 (159). 26 FLUG REVUE DEZEMBER 2014 www.flugrevue.de

Die 100. A320 von jetBlue erhielt eine Sonderlackierung mit vielen stilisierten „100“ auf dem Leitwerk. In der neuen „Mint“- Klasse dürfen die Passagiere großen Komfort genießen. Die neuen A321 sind alle mit Sharklets ausgerüstet, sonst wäre die Strecke New York – Los Angeles nicht mit voller Nutzlast zu bewältigen. Ab kommendem Jahr werden alle A320 von jetBlue mit Sharklets nachgerüstet. Als die Airline am 11. Februar 2000 zum ersten Mal abhob, lautete ihr Motto: „Wir bedienen die Unterversorgten“. Schon der Standort New York wurde aus diesem Grund gewählt. „Als jetBlue gegründet wurde, herrschte mit der Economy Class ein teures, sehr durchschnittliches Produkt vor“, sagt Hayes. jetBlue versetzte die Wettbewerber in Aufregung – größere Sitzabstände, gratis Live-TV an Bord und sogar freie Snacks und Getränke, und das alles zu günstigeren Tarifen als bei den Platzhirschen. „Vor 15 Jahren lautete das Versprechen des Gründers David Neeleman: ‚Wir bringen Menschlichkeit bei Flugreisen wieder zurück‘ – eine Art Southwest Airlines mit Serviceleistungen sollte in New York aufgebaut werden.“ Seitdem ist viel passiert, und jetBlue ist heute die fünftgrößte US-Gesellschaft mit rund 200 Flugzeugen und 30 Millionen beförderten Passagieren. Und sie hat immer noch viele Alleinstellungsmerkmale. „Wir tun so viele Dinge, die in der Branche einmalig sind“, erklärt der Präsident. Außer Southwest bietet keine andere Gesellschaft die Beförderung des ersten Gepäckstücks ohne Aufpreis an, niemand übertrifft den Sitzabstand in der bisherigen Einheitsklasse, die bei jetBlue ganz bewusst nicht „Coach“ heißt, sondern „Core“, übersetzt etwa „Herzstück“. Minimal liegt der Sitzabstand schon bei üppigen 84 bis 86 Zentime- In der Economy-Klasse gibt es freien WiFi-Zugang, Live-TV und Getränke und Snacks gratis. tern, während sonst eher 76 bis 79 Zentimeter branchenüblich sind. Dazu gibt es freie Getränke und Snacks so viel man möchte, vor allem das Markenzeichen – blaue Mais-Chips. Außerdem 100 Live-TV- plus 100 Radiokanäle und – ebenfalls gratis – „Fly-Fi“-Hochgeschwindigkeits-Internet. Nicht einmal überbucht wird bei jetBlue – alles Vorzüge, die der Gesellschaft zum neunten Mal in Zahlen und Fakten Die 1999 gegründete jetBlue nahm am 11. Februar 2000 den Flugbetrieb auf. Sie ist zu 19 Prozent im Besitz der Lufthansa, der Rest der Anteile verteilt sich auf privaten Streubesitz. Mitarbeiter: 12 000 IATA-Code: B6 ICAO-Code: JBU Drehkreuze: New York JFK, Boston, Fort Lauderdale, Orlando, San Juan Passagiere: 2013: 30,5 Mio; 2012: 29 Mio. Betriebsergebnis 2012: 128 Mio. Dollar 2013: 168 Mio. Dollar www.flugrevue.de FLUG REVUE DEZEMBER 2014 27

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