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FLUG REVUE 12/2014

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Topgun: Eliteschule der US Navy, Ebola-Epedemie: Airlines sorgen sich um Hygiene an Bord, Bundeswehr: schwere Mängel in der Ausrüstung, großes Extra: Raumfahrt

Zivilluftfahrt jetBlue:

Zivilluftfahrt jetBlue: innovativ und profitabel Für das Baseball-Team Boston Red Sox wurde diese A320 sonderlackiert. „Blueberries“ heißt das Muster auf der 2009 in Dienst gestellten A320. 2010 kam „Barcode“ als neues Design der jetBlue- Flotte hinzu. Die Lackierung „Windowpane“ auf dem Leitwerk gibt es schon seit 2002. Fotos: Christoph Flink (4), Airbus, jetBlue DIE LEITWERKE VON JETBLUE SIND INDIVIDUELL LACKIERT Folge eine Auszeichnung für die größte Kundenzufriedenheit unter den Low- Cost-Fluggesellschaften in Nordamerika einbrachte. Aber ist jetBlue überhaupt noch ein Billigflieger? Darüber wurde immer wieder gestritten, etwa als man 2007 begann, einen zweiten Flugzeugtyp neben der A320 einzuführen: die E190- Regionaljets von Embraer. Von denen stehen heute 60 im Einsatz. Aktuell führte die Premiere der Edelklasse zu Diskussionen. „jetBlue will weder ein Ultrabilliganbieterwie Spirit oder Allegiant sein noch eine Netzwerk-Gesellschaft“, sagt Hauptgeschäftsführer (CEO) Dave Barger. „Es gibt Raum für mehr als zwei Modelle in der Branche, wir beweisen das.“ Was früher als „Southwest-Effekt“ bekannt war – das Absinken der Tarife an einem Flughafen, sobald ein Billigflieger auftauchte –, übertrifft jetBlue heute: „Als wir nach Boston kamen, sanken dort die Preise um 30 bis 40 Prozent, im Schnitt um etwa ein Viertel. Unser Ticketpreis liegt durchschnittlich bei 160 Dollar“, verrät Hayes. Der wichtigste Hub von jetBlue ist New York-JFK mit bis zu 167 Abflügen pro Tag. Weitere wichtige Drehkreuze sind Boston (120 tägliche Abflüge), Fort Lauderdale (70) sowie Orlando (66). In der Karibik (San Juan) ist jetBlue ebenso präsent wie an der Westküste in Long Beach. Die Fluggesellschaft bedient sich mit ihrer Teilflotte von E190-Jets einer regionalen Abgrenzung, um die Effizienz zu steigern. „Damit wollen wir die Komplexität so gut wie möglich eingrenzen, die aus dem Betrieb eines zweiten Flugzeugtyps entsteht, und so konzentrieren wir die E190 vor allem auf Boston“, erklärt Hayes. „Früher hatten wir die auch an der Westküste im Einsatz.“ Ursprünglich waren die Embraer- Jets für lange dünne Märkte beschafft worden. „Aber die Betriebskosten des 28 FLUG REVUE DEZEMBER 2014 www.flugrevue.de

Diese Aufschrift ist eine Hommage an den jetBlue-Firmensitz. Flugzeugs sind höher als wir dachten. Die E190 können besser auf kurzen Hochfrequenzrouten eingesetzt werden. Statt auf dreistün digen Flügen nutzen wir sie jetzt auf 30- bis 60-Minuten- Strecken wie Boston – Washington, D.C. Ihre Zuverlässigkeit ist gut.“ Zuletzt ist jetBlue am stärksten auf eher urlauberorientierten Hubs wie Fort Lauderdale gewachsen, daher liegt systemweit der Anteil an Geschäftsreisenden bei niedrigen 20 Prozent. CODESHARE-PARTNER VON 33 FLUGGESELLSCHAFTEN Interessant ist auch jetBlues internationale Strategie. Von den 850 täglichen Flügen zu 86 Städten führt rund ein Drittel in die Karibik und voin Südamerika bis nach Kolumbien. Darüber hinaus unterhält die Airline Codeshare- Partnerschaften mit 33 Fluggesellschaften, mit denen vor allem am Hub JFK Passagiere ausgetauscht werden. „Zum Beispiel mit Singapore Airlines: Für die war JFK vorher Endstation, jetzt können deren Kunden von unserem Netzwerk profitieren“, sagt Hayes. Praktisch allerdings heißt das, dass die Umsteiger nach Ankunft und Einreise erst zum Terminal 5 fahren und dort erneut die Sicherheitskontrollen passieren müssen. „Das ist von den Prozessen her zu schwierig“, sagt Thomas Scharfenberger, Vertriebschef von Lufthansa für die US-Ostküste. Dabei hatte die Lufthansa mal ganz andere Pläne mit jetBlue, als sie 2007 19 Prozent der Anteile übernahm. Von operationeller Kooperation in JFK, Boston und Orlando war damals die Rede, heute nicht mehr. jetBlue startete 2000 mit dem Airbus A320 als einzigem Flugzeugtyp. „jetBlues Flugplan ist nicht verlässlich auf solche Umsteiger abgestimmt“, moniert Scharfenberger, gibt dann aber zu, was der eigentliche Stolperstein ist: „Unser Partner United war nicht happy über eine engere Zusammenarbeit mit jetBlue.“ Dort aber freut man sich über die Board Member aus Deutschland, Germanwings-Chef Thomas Winkelmann und Lufthansas Vertriebs- und Marketingvorstand Jens Bischof. „jetBlue ist eine junge, unternehmerische Startup- Airline, Lufthansa eine starke Netzwerkgesellschaft. Wir können viel voneinander lernen“, betont Hayes. jetBlue hat schon häufig davon profitiert. Lufthansa auch, schließlich gehört jetBlue zu den profitabelsten US-Gesellschaften. FR jetBlue: Flotte und Planung Die Airline betreibt derzeit 198 Flugzeuge. 135 weitere sind fest bestellt. Muster Anzahl Sitzplätze Airbus A320 130 150 Airbus A321 8 159 Embraer 190 60 100 A320-200 11 (*) A320neo 30 (*) A321-200 20 (*) A321neo 53 (*) Embraer 190 21 (*) (*) bestellt Im Netz www.jetblue.com www.flugrevue.de FLUG REVUE DEZEMBER 2014 29

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