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FLUG REVUE 12/2014

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Topgun: Eliteschule der US Navy, Ebola-Epedemie: Airlines sorgen sich um Hygiene an Bord, Bundeswehr: schwere Mängel in der Ausrüstung, großes Extra: Raumfahrt

Freundeskreis Luftwaffe

Freundeskreis Luftwaffe Editorial Sehr geehrte Leserinnen und Leser, verehrte Mitglieder! Die Planungen für Veranstaltungen im kommenden Jahr sind in unserer Geschäftsstelle angelaufen. Unser Generalsekretär bemüht sich, engagiert und ideenreich wieder ein Programm zusammenzustellen, das möglichst viele unserer Mitglieder anspricht. Hierbei erwarten wir gerne Ihre Mitarbeit in Form von Anregungen, Empfehlungen und Wünschen, die dazu beitragen sollen, die Angebotspalette thematisch breit zu differenzieren. Wir haben die Erfahrung, dass häufig der Zuspruch die Kapazitätsgrenze des Veranstalters übersteigt, aber bisweilen auch wegen geringen Interesses geplante Veranstaltungen von uns storniert werden müssen, um Aufwand und Nutzen in einem vernünftigen Verhältnis zu belassen. Deshalb meine Bitte an Sie: Machen Sie uns Vorschläge! Wir werden Ihre Beiträge sorgfältig bewerten. Und ein weiteres Anliegen: Bitte prüfen Sie, ob sich in diesem Jahr bei Ihren Kommunikationsdaten im Geschäftsverkehr mit uns Änderungen ergeben haben, die Sie uns gegebenenfalls bitte mitteilen. Mit freundlichen Grüßen Botho Engelien Präsident Zum Geburtstag Im Namen des Vorstands gratuliert Präsident Botho Engelien den folgenden Jubilaren, die im Dezember Geburtstag haben, ganz herzlich: Siegfried Petzel (84), Wolfgang Grunwald (83), Kurt Sturm (80), Siegfried Einzmann (75), Servatius Maeßen (70), Michael König (60), Christian Held (50), Andreas Gleu (50) und Thomas Drickl (50). Letzte Tornado-Instandsetzung Abschied von Erding Am 16. September verließ ein Tornado-Jet als letztes grundüberholtes Flugzeug den Fliegerhorst Erding. Fast 60 Jahre lang war der Standort Werkstatt für die Jets und Transporter der Luftwaffe. Als um 16:45 Uhr der Tornado mit der Kennung 45+61 in den Himmel stieg und sich vom Fliegerhorst Erding verabschiedete, endete eine 58-jährige Ära: Der Jet war das letzte grundüberholte Luftfahrzeug, das die Werkhallen auf dem Fliegerhorst Erding verließ. Zukünftig werden diese Arbeiten in einer zivil-militärischen Kooperation unter Führung von Airbus Defence & Space in Manching fortgeführt. In Erding verbleiben bis auf Weiteres die Instandsetzung und -haltung einzelner Luftfahrzeugkomponenten. Für den Fliegerhorst bedeutete das Fly-out gleichzeitig das Ende des Flugbetriebes mit strahlgetriebenen Luftfahrzeugen. Umrahmt wurde das Ereignis von einem Familientag, zu dem rund 4000 Besucher auf den Fliegerhorst kamen. In der neuen Kooperation in Manching werden künftig 34 Soldaten zusammen mit zivilen Mitarbeitern von Airbus dafür sorgen, dass der Tornado noch viele Jahre für seine bevorstehenden Aufgaben gerüstet sein wird. „Ein exzellenter Ruf eilt den Erdinger Spezialisten voraus, und ich bin fest davon überzeugt, dass sie auch an dem neuen Standort und in der Kooperation mit der Firma die hervorragende Arbeit fortführen werden“, sagte Oberst Markus Alder, Kommandeur des Waffensystemunterstützungszentrums 1. Am Standort Erding wurden in den vergangenen 58 Jahren in unterschiedlichsten Regimentsgliederungen nahezu alle Luftfahrzeuge der Luftwaffe in irgendeiner Form gewartet, inspiziert oder instand gesetzt. Damit leisteten die im Fliegerhorst Beschäftigten einen wesentlichen Beitrag zur Einsatzfähigkeit und Einsatzbereitschaft der Luftwaffe und dienten letztlich dem Frieden, der Frei- 50 FLUG REVUE DEZEMBER 2014 www.flugrevue.de

heit und der Souveränität Deutschlands, so Oberst Alder in seinem Grußwort an die Gäste und Regimentsangehörigen. Das Fly-out bot die Möglichkeit, neben dem Star des Tages Luftfahrzeuge vom Typ Eurofighter, Tornado und CH- 53 befreundeter Geschwader sowie Oldies wie den Starfighter und verschiedene Triebwerke aus nächster Nähe zu bestaunen. In den Hallenbereichen stellten die Abteilung „Zerstörungsfreie Werkstoffprüfung“, der „Wiege- und Nivelliertrupp“, die „Bordwaffen- und Abwurfgerätewerkstatt“ und der Bereich „Rettungssysteme des Systemzentrums Luftfahrzeugtechnik“ ihr Arbeitsspektrum vor. Darüber hinaus wurde die Instandsetzung von Großbauteilen wie etwa Tragflächen erklärt. Als unmittelbare Nachbardienststelle bot das Wehrwissenschaftliche Institut für Werk- und Betriebsstoffe (WIWeB) einen Einblick in sein Portfolio. Das Instandsetzungszentrum 12 mit Sitz im baden-württembergischen Ummendorf zeigte seine Fähigkeiten anhand von Hydraulik- und Fahrwerkinstandsetzung. Mit eindrucksvollen Überflügen erwiesen die Taktischen Luftwaffengeschwader 33 und 51 „S“ mit Tornado sowie das Taktische Luftwaffengeschwader 74 mit drei Eurofightern sowie eine Transall des Lufttransportgeschwaders 61 dem Fliegerhorst einen Abschiedsgruß. Weitere Attraktion waren die Überflüge der Messerschmitt Me 262 und der Bf 109 aus Manching. Seine Wurzeln hat das Waffensystemunterstützungszentrum 1, dem das Systemzentrum Technik unterstellt ist, in dem im Oktober 1956 aufgestellten Luftwaffenversorgungsregiment 1. Es ist somit einer der ältesten logistischen Verbände der Bundeswehr und der Luftwaf- Vor dem Abflug erhielt der letzte Tornado Sondermarkierungen. Mehr als 30 Jahre wurde der Tornado in Erding instand gesetzt. fe. Nicht selten wird Erding deshalb auch als „die Wiege der Luftwaffenlogistik“ bezeichnet. Nach gründlichem „on the job“-Training“ bei den in den 50er Jahren im Fliegerhorst stationierten Teilen der US Air Force war schließlich im Juni 1957 eine Nord Noratlas zur 150-Stunden-Kontrolle gelandet. Damit lief das Instandsetzungsprogramm für die Flugzeugmuster Lockheed T-33, Republic F-84 sowie die Piaggio P.149. Im Frühsommer 1960 bereiteten sich die Erdinger Spezialisten auf die F-104 Starfighter vor. Bereits im Mai des darauffolgenden Jahres wurde die erste F-104 einer periodischen Inspektion unterzogen. Neben regulären Wartungen Geschäftsstelle Die Geschäftsstelle Freundeskreis Luftwaffe ist von Montag bis Donnerstag von 9 bis 12 Uhr besetzt. Tel. +49 2203 64815 Fax +49 2203 800397 Homepage www.freundeskreis-luftwaffe.de E-Mail office@freundeskreis-luftwaffe.de Anschrift Freundeskreis Luftwaffe e.V., Geschäftsstelle, Wahn 504 / 10, Postfach 906110, 51127 Köln Bankverbindung VR-Bank Rhein-Sieg eG (BLZ 370 695 20), Kto.-Nr. 1114 545 011 Referent für Presseund Öffentlichkeitsarbeit c/o Geschäftsstelle FKLw, E-Mail: presse@freundeskreis-luftwaffe.de wurden in den folgenden Jahren ebenso Sonderaufträge wie die Einrüstung von Martin-Baker-Schleudersitzen durchgeführt. Im Jahr 1980 begannen die Vorbereitungen für die Aufnahme des Tornados. Dieses Luftfahrzeugmuster wurde zum Tagesgeschäft und prägte den Fliegerhorst für die kommenden 34 Jahre. In diesen gut drei Jahrzehnten gab es wohl keine größeren Schäden oder Erprobungen an einem dieser Waffensysteme, die nicht von Erdinger Ingenieuren und Mechanikern begleitet, behoben oder zumindest begutachtet wurden. Bis heute wurden 1103 Depot- und andere Instandsetzungen abgeschlossen. HELMUT HACKER Sektion Dresden Leiter Rainer Appelt, Minna-Herzlieb-Str. 41, 02828 Görlitz Tel. 03581 765514 E-Mail m.r.appelt@web.de Sektion München Leiter Heinz Gerrits, Gustav-Mahler-Weg 13, 85598 Baldham Tel./Fax 08106 302728 E-Mail c.h.gerrits@t-online.de Sektion Berlin Leiter: Günther Hoffmann, Kladower Damm 276c, 14089 Berlin Tel. 030 36804392 E-Mail guenther_hoffmann@alice-dsl.de Sektion Kerpen Leiter Hans-Bernd Grandrath, Graeserstraße 2a, 52249 Eschweiler Tel. 02403 22173 (ab 18 Uhr) E-Mail bernd.grandrath@t-online.de Fotos: Luftwaffe/Helmut Hacker, Patrick Hoeveler, Florian Morasch www.flugrevue.de FLUG REVUE DEZEMBER 2014 51

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