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FLUG REVUE 12/2014

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Topgun: Eliteschule der US Navy, Ebola-Epedemie: Airlines sorgen sich um Hygiene an Bord, Bundeswehr: schwere Mängel in der Ausrüstung, großes Extra: Raumfahrt

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Raumfahrt-EXTRA Den ATV-Start live erlebt Als sich der letzte europäische Frachter „Georges Lemaître“auf den 400 Kilometer langen Weg zur ISS machte, ergab sich die Gelegenheit für einen Rundblick am Raumflughafen von Kourou. Reportage aus Kourou Von SYLVIA KUCK Kurz vor dem Start schildere ich meine ersten Eindrücke fürs Radio. Wie ein dunkelgrüner Teppich sieht das Land von oben aus. Eine undurchdringliche grüne Hölle. Nur ab und zu sehe ich zwischen den dicht gedrängten Riesen des Regenwalds einen Fluss. Zur Atlantikküste hin wird der Amazonasdschungel lichter. Da sind die Häuser von Cayenne, der Hauptstadt, oder eher des Hauptstädtchens, denn das gesamte Land hat gerade mal 200 000 Einwohner, ist dafür aber ungefähr so groß wie Österreich. Die Maschine landet auf dem Flughafen von Rochambeau, und gleich danach nimmt mir die feucht-tropische Luft für einen Moment den Atem. Das Handy meldet „Herzlich willkommen in Französisch-Guayana! Sie bezahlen europäische Roaming-Gebühren, die SMS für 7 Cent 14. Ich bin in einem französischen Departement, verwaltungstechnisch in Europa, kann mit dem Personalausweis einreisen und mit Euro bezahlen. Allerdings kommt nie- www.flugrevue.de

Noch herrscht Ruhe am Centre Spatial Guyanais, doch wenig später wird die Ariane 5 ES abheben. Fotos: ESA, Kuck geht auch etwas von mir mit ins Universum. Und das macht mich stolz.“ Ob alle so denken? Im Centre Spatial arbeiten etwa 2000 Menschen. Die Männer und Frauen sind Techniker, Ingenieure, Mathematiker oder Manager – beschäftigt bei Raumfahrtagenturen, bei den Raketendienstleistern Arianespace und der französisch-russischen Starsem oder in der Industrie, wie zum Beispiel bei Airbus Defence and Space oder MT Aerospace (heute OHB). Die meisten sind mit Familie hier und wohnen in einer hübschen Siedlung an der Küste zwischen Kourou und Sinnamary. Bei mehr als 30 Grad machen wir uns auf den Weg zum Jupiter-Center. Da ist der große Kontrollraum, der während der Startübertragungen immer im Fernsehen oder im Internet zu sehen ist. Drei große Monitore unter der Decke zeigen Livebilder von der Startrampe. Die Uhr läuft: noch neun Stunden. Die VIPs aus Europa werden im Bus über das Geländes des Centre Spatial gefahren. Das Transportraumschiff ATV „Georges Lemaître“, das heute Abend mit der Ariane ins All befördert wird, ist schon vor einem Dreivierteljahr angekommen. Etwas entfernt sehe ich die hohen Montagehallen. Was im Flugzeugbau Endmontage heißt, nennt man hier „Integration“: die Hauptstufe mit dem vier Millionen PS starken Triebwerk namens Vulcain, die Oberstufe, die Nutzlast ATV. Mit dem Bus fahren wir über Eisenbahnschienen. Hier wurde die etwa 700 Tonnen schwere Rakete kurz vorher zur Startrampe gefahren und aufgerichtet. Über Aufzüge kam die Last-Minute-Fracht an Bord des ATV, unter anderem auch das Bonus-Essen für den deutschen Astronauten Alexander Gerst: Linsen mit Spätzle. Wir erreichen den Tangara-Aussichtspunkt. Mindestens hundert Stufen geht’s in der Mittagshitze nach oben. Und da steht sie, die weiße Rakete unter blauem Himmel. Die beiden Booster sind längst mit dem festen grünen Treibstoff gefüllt und mit der Rakete verbunden. Der Mittelteil wird mand ohne Gelbfieberimpfung ins Land, und in der Empfangshalle des Flughafens warnt ein Plakat vor Chikungunya- Fieber: „Vermeiden Sie Mückenstiche!“ Nur gut eine Busstunde entfernt werden wir begeistert empfangen, die 100-köpfige Gruppe aus Wissenschaftlern und Politikern und wenigen Journalisten, die auf Einladung der ESA angereist ist. Cocktailempfang im Centre Spatiale Guyanais, dem europäischen Raumfahrtstartgelände. Auf den Straßen - schildern steht einfach CSG. Der Hauptkontrollraum im Jupiter-Center. Von hier aus erfolgt der Countdown für den Raketenstart. MIT DEM PERSONALAUSWEIS EINREISEN, MIT EURO ZAHLEN Hier hat Roberto Lo Verde in den 90ern für die französische Weltraumorganisation CNES die Infrastruktur für die Ariane-5-Rakete organisiert: „Ich habe sieben Jahre hier gearbeitet und mit meiner Familie hier gelebt. Das war eine der besten Erfahrungen meines Lebens. Sie sehen hier Dinge, die nur ganz wenige Menschen so hautnah erleben können. Jeder Raketenstart ist etwas Besonderes und jedes Mal habe ich das Gefühl, da www.flugrevue.de

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