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FLUG REVUE 12/2015

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Zivilluftfahrt

Zivilluftfahrt Bombardier CSeries vor der Zulassung Die CS300 absolvierte Tests auf einer mit Wasser getränktem Runway. Trotz Fortschritten in der Flugerprobung und der Ankündigung vielversprechender Ergebnisse bei Verbrauch und Lärmwerten bleiben die Verkaufserfolge der CSeries immer noch hinter den Erwartungen zurück. Daran hat bis dato auch der umfassende Umbau in der Führungsstruktur von Bombardier nichts geändert. Die finanzielle Situation des Unternehmens wird kritischer, und so trat der Konzern auch an die Airbus-Gruppe heran. Die Europäer konnten jedoch nicht zu einem Einstieg in das von Verspätungen geplagte CSeries-Programm bewegt werden. KEINE AIRBUS-BETEILIGUNG Partner gesucht Auf der Suche nach einem starken Partner versuchte Bombardier, die Airbus-Gruppe bei der CSeries ins Boot zu holen. Der Plan ging jedoch nicht auf. Anfang Oktober gaben die beiden Unternehmen ohne Angaben von Gründen bekannt, dass die Gespräche über „potenzielle Geschäftsmöglichkeiten“ beendet wurden. Bombardier will aber weiterhin „Initiativen wie die eventuelle Beteiligung bei einer Konsolidierung der Industrie verfolgen“. Genaueres ließ man nicht verlauten. Ein Hoffnungsschimmer könnte eine mögliche Bestellung seitens Air Canada sein. In diesem Jahr konnte die neue Verkaufsabteilung noch keinen einzigen Erfolg präsentieren. Abgesehen von den finanziellen Problemen, scheint die CSeries auf technischem Gebiet Fortschritte zu machen. Zur ERA-Jahrestagung in Berlin ließ der Hersteller verlauten, dass sich die Zulassungskampagne der CS100 in der Endphase befinde. Rund 90 Prozent der Arbeiten seien abgeschlossen. Im September konnten die Kanadier die Lärmmessungen beenden und bewarben die CSeries aufgrund der Ergebnisse als leisestes Flugzeug seiner Klasse. Als bisher einziges Muster im Regionalflugzeugsegment fliegt sie mit den Getriebefan- Triebwerken von Pratt & Whitney, die aufgrund der niedrigeren Drehzahl des Fans deutlich leiser als die bisherigen Antriebe sind. Dies wird sich aber mit der Indienststellung des Mitsubishi MRJ und der E2-Generation der E-Jets von Embraer ändern. Beim Verbrauch liegt die CSeries gemäß Bombardier auf Kurs. So sei die Reichweite um fast 650 Kilometer höher als ursprünglich geplant. Als Nächstes stehen einige Wochen mit Airline-mäßigem Flugbetrieb an, um die Zuverlässigkeit der CS100 zu überprüfen. Die CSeries wird rund 15 Flughäfen in Kanada und knapp 20 Airports Bestellungen Ankündigung des Programms 17 in den USA ansteuern. Dabei soll die erste Serienmaschine (Kennung C-FF- CO, Seriennummer 500006) zum Einsatz kommen, deren Jungfernflug Mitte Oktober kurz bevorstand. „Diese letzte Phase der Flugversuche bringt uns auf Kurs zur Zulassung bis Jahresende 2015“, sagte Fred Cromer, President von Bombardier Commercial Aircraft, in einer Mitteilung. Die erste CS100 für Erstbetreiber Swiss befindet sich in den letzten Zügen der Produktion und wurde bereits in den Kundenfarben lackiert. Sie soll in der ersten Jahreshälfte 2016 in Dienst gehen. FR PATRICK HOEVELER Bis dato konnte Bombardier nach zähem Start 243 Exemplare der CSeries verkaufen. Die Zahl der Bestellungen liegt weiterhin hinter den Erwartungen zurück. CS100 CS300 33 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 40 25 15 10 5 37 61 Foto: Bombardier 38 FLUG REVUE DEZEMBER 2015 www.flugrevue.de

AirSpot In unseren AirSpot-Highlights finden Sie in jedem Monat ausgesuchte aktuelle Fotos von besonderen Flugzeugmustern, exotischen Einsätzen an ungewöhnlichen Orten, seltenen Lackierungen und fliegenden Raritäten aus aller Welt. Rainer Bexten, Luxemburg Wie ein riesiges Schnittmodell wirkt die Boeing 747-8F, LX-VCM von Cargolux. „Cutaway“ nennt die Fluggesellschaft passenderweise ihre Sonderlackierung, die scheinbar den Blick auf die vielfältige Fracht an Bord freigibt. Am 3. Oktober rollte der erst Ende September in Everett ausgelieferte neue Jumbo Jet in Luxemburg zum Start. Eurospot, Toulouse „Betty the Bluebird“ (Hüttensänger Betty) nennt Frontier Airlines ihren neuesten Airbus A320-214W. Das Foto vom Nachmittag des 6. Oktober zeigt die künftige N230FR noch als fabrikneues Flugzeug mit der französischen Airbus-Übergangsregistrierung F-WWDN in Toulouse bei der Rückkehr von einem Probeflug. Marcel Vöse, München Wie geschaffen für den langen Rumpf ihres Airbus A321, D-ABCO, ist der Name „airdüsseldorf“, den airberlin als Würdigung ihres zweiten Drehkreuzflughafens als originellen Sonderanstrich auflackiert hat. Am 11. September erwischte Marcel Vöse das Flugzeug am ersten Einsatztag bei der Ankunft in München aus Düsseldorf. Eurospot, Toulouse Die Auslieferung ihres 50. Airbus A330 seit 2006 begeht Air China mit einem Logo „50th A330 for Air China“ auf ihrem neuesten Airbus A330-343, F-WWYC, später B-5977, Werknummer MSN1658. Das Ende September fotografierte Flugzeug ist auch die erste A330 von Air China in der Version mit 242 Tonnen maximaler Startmasse. Bitte beachten Sie auch unsere große Foto-Community im Internet. Auf der Webseite http://community.flugrevue.de/ finden Sie immer die neuesten Aufnahmen unserer Leser. Die Teilnahme ist für alle Einsender kostenlos. www.flugrevue.de FLUG REVUE DEZEMBER 2015 39

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