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FLUG REVUE 12/2015

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Militärluftfahrt

Militärluftfahrt Discovery Air fliegt A-4N in Wittmund Die Oldies erhielten neue Avionik, die den Betrieb erleichtert. Fotos: Stefan Petersen, Jeroen van Veenendaal Geschwader für das Debriefing zur Verfügung stehen“, erklärt Besold. Alle A-4N stammen aus israelischen Beständen und gehörten ursprünglich zur Firma Advanced Training Systems International (ATSI) in Mesa, Arizona, die von Discovery Air übernommen wurde. Ihre J52-P408-Triebwerke von Pratt & Whitney leisten 110,5 Kilonewton Schub und verleihen dem 4750 Kilogramm leichten Jet eine Höchstgeschwindigkeit von fast 1250 km/h. „Die Beschleunigung ist so stark, dass wir nach dem Start steil hochziehen müssen, um das Tempo unter 225 Knoten zu halten, damit das Frontfahrwerk einfahren kann“, beschreibt Besold die Kraftentfaltung seines Arbeitsgeräts. Das zeichnet sich optisch durch die in Israel angebrachte Triebwerksverlängerung aus, die Der Vertrag mit der Bundeswehr umfasst Flüge auch in Decimomannu auf Sardinien. die Infrarot-Signatur des Abgasstrahls verringert. Die Skyhawks sind in Kanada zugelassen. Die kanadische Luftfahrtbehörde „übt eine straffe Aufsicht aus und macht häufig Kontrollbesuche“, so der Chefpilot. „Aber das ist für uns wie auch für den Auftraggeber vorteilhaft, denn dadurch fühlen wir uns in dem System gut aufgehoben.“ Um die strengen Anforderungen zu erfüllen, durchlaufen die Piloten zudem interne Ausbildungsprogramme. Sogar reine Trainingsflüge mit simuliertem Waffeneinsatz auf der Range sind im Kontrakt mit der Bundeswehr enthalten. „Solche Work-ups gab es aber schon bei BAE“, erinnert sich Besold. Zudem komme den Flugzeugführern zugute, dass sie die geforderten Fähigkeiten schon in ihrer aktiven Zeit geübt haben. „Wir machen also eigentlich nur das, was wir schon von früher her gut kennen.“ FR www.flugrevue.de

Militärluftfahrt Tussenhausen-Mattsies Bei der Eröffnung zeigten Quantum Systems (oben und rechts) und EMT (unten die Luna NG mit Staatssekretär Pschierer) ihre neuesten Geräte. Der bayerische Flugzeugbauer Grob öffnet seinen Werksflugplatz für Drohnen- Tests. Die vereinfachte Genehmigung soll vor allem Start-up-Unternehmen helfen. UAV-Testgelände eröffnet Seit September können Start-up- Unternehmen, Forschungseinrichtungen und die Luftfahrtindustrie erstmals in Deutschland ein offizielles Testgelände für Drohnen nutzen: Auf dem Werksgelände der Grob Aircraft AG im bayerischen Tussenhausen-Mattsies wurde das „Deutsche Erprobungszentrum für Unbemanntes Fliegen“ eröffnet. Damit sei eine „ausbaufähige Basis für marktorientierte Forschungsförderung auf Landes- und Bundesebene für Unmanned Aerial Systems (UAS) geschaffen worden, so das bayerische Wirtschaftsministerium. Es hat seit 2007 UAS-Projekte mit fast vier Millionen Euro gefördert. Grobs Werksflugplatz wurde unter 18 verschiedenen Standorten ausgewählt. Momentan werden die vorhandenen Einrichtungen genutzt, später ist der Bau einer eigenen Halle angedacht. Federführend bei dem Projekt ist der bayerische Luft- und Raumfahrt-Cluster bavAIRia, in dem branchenspezifische Unternehmen und Institutionen zusammengeführt sind. Geflogen werden können in Mattsies unbemannte Systeme bis zu 150 Kilogramm, allerdings nur in Sichtweite des Bedieners. In der Aufwandsentschädigung der Nutzer sind die Aufstiegsgenehmigung und eine Pauschalversicherung enthalten. „Für Firmen wird es so einfacher, ihre Geräte zu testen“, sagt Erwin von Lauschner vom bavAIRia-Cluster mit Sitz in Oberpfaffenhofen. Am Eröffnungstag des Testgeländes präsentierten Firmen aus dem dynamisch wachsenden Bereich der unbemannten Flugsysteme ihre Geräte, zum Beispiel die nur zwei Kilogramm schwere Kameradrohne des Unternehmens Ascending Technologies aus dem oberbayerischen Krailling. Das Unternehmen wurde 2007 von vier jungen Ingenieuren gegründet, die sich über den Wettbewerb „Jugend forscht“ kennengelernt hatten. Heute zählt die Kraillinger Firma mit ihren 60 Mitarbeitern zu den Branchenführern in Sachen unbemannter Luftfahrzeuge im zivilen Bereich, über 1000 Geräte wurden bereits ausgeliefert. EUROPÄISCH EINHEITLICHE REGELUNGEN NOTWENDIG Die Firma Quantum Systems war mit ihrem Transitionsfluggerät Quantum VRT dabei: Es ist eine Mischung aus Flugzeug und Helikopter. Nach einem senkrechten Start schwenken die vier Rotoren und ermöglichen so einen normalen Flug. Auch der Flugzeughersteller Grob forscht in Richtung unbemannter Flug: Eine Turboprop-Maschine vom Typ Egrett wird derzeit für den autonomen Flugbetrieb umgerüstet. Förderung kommt vom Bundeswirtschaftsministerium. Anwesend bei der Eröffnung des Drohnen-Testgeländes war auch der bayerische Wirtschaftsstaatssekretär Franz Grob will seinen Aufklärer Egrett für den autonomen Flug ausrüsten. Josef Pschierer: „Unbemannte Fluggeräte und ihre Anwendung sind zukünftige Kernelemente der Luftfahrt“, so sein Statement. Das Testgelände soll der Förderung der Technologie des unbemannten Fliegens dienen und deren öffentliche Akzeptanz fördern. Für Manager wie Matthias Beldzik von Ascending Technologies liegt der Dreh- und Angelpunkt der weiteren Entwicklung des Drohnenmarktes und der Einsatzmöglichkeiten unbemannter Fluggeräte in der behördlichen Regulierung des Einsatzes. Beldzik kann mit den in Deutschland geltenden Regeln gut leben, um aber auch im europäischen Rahmen eine Planungssicherheit zu haben, sei eine Angleichung der Bestimmungen notwendig. Eine europaweit einheitliche Regelung ist bereits in Arbeit. Bis Ende 2015 soll die Europäische Flugsicherheitsagentur (EASA) der Europäischen Kommission dazu einen technischen Bericht vorlegen. FR RUDOLF STUMBERGER Fotos: EMT, Grob Aircraft, Quantum Systems www.flugrevue.de FLUG REVUE DEZEMBER 2015 49

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