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FLUG REVUE 12/2016

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Zivilluftfahrt airberlin

Zivilluftfahrt airberlin plant Dreiteilung airberlin konzentriert sich auf Hauptstrecken ab Berlin und Düsseldorf sowie ausgewählte Linienflüge. Fotos: Grothe, airberlin, Alun Morris Jones/AirTeamImages A320-Familie verleast er ab dem Sommerflugpan 2017 mit Besatzungen und Wartung für sechs Jahre an den Lufthansa-Konzern. Zwei weitere Flugzeuge ohne Besatzung kommen als „dry lease“ hinzu. Dies sieht ein, noch nicht unterzeichneter, Vertragsentwurf vor, von dem sich airberlin über die gesamte Laufzeit Einnahmen von 1,2 Milliarden Euro verspricht. Lufthansa kündigte dagegen an, die airberlin-Flugzeuge zu „marktüblichen Konditionen“ leasen zu wollen. Der Konzern will die einsatzbereit gemieteten Jets als kurzfristige Verstärkung seiner Niedrigpreistochter Eurowings nutzen und mit einem schnellen Wachstumsschub bei der Flottengröße auf den verschärften Expansionskurs der Billigflug-Riesen Ryanair und easyJet in Kontinentaleuropa reagieren. NEUES KERNGESCHÄFT ZIELT AUF GESCHÄFTSREISENDE Teil zwei der neuen Strategie sieht als Kerngeschäft künftig airberlin als Linienfluggesellschaft vor. Sie bedient ab Sommer 2017 von Düsseldorf und Berlin-Tegel aus mit einer Flotte von 40 Flugzeugen der A320-Familie und mit 18 Bombardier Q400 nach Profitabilität ausgewählte Verbindungen zu den wichtigsten europäischen Wirtschaftsstandorten. Sekundärflughäfen sollen weitgehend vermieden werden, denn dieser Unternehmensteil zielt nun betont auf Geschäftsreisende. Sie gelten als margenstarke Kundengruppe und sollen die saisonale Abhängigkeit vom üblicherweise schwankenden Ferienfluggeschäft verringern. Auch 17 Airbus A330-200 gehören zum Kernbestand, den airberlin Die moderne Business Class an Bord der A330 soll Geschäftsreisende anlocken. Eurowings, hier eine A330, will mit kleineren airberlin-Jets wachsen. 24 FLUG REVUE Dezember 2016 www.flugrevue.de

Die neue airberlin Berlin und Düsseldorf mit ihren lohnenden Einzugsgebieten bleiben die Dreh- und Angelpunkte der neuen airberlin. Um rund 50 Prozent soll die Flottengröße schrumpfen. Dabei werden Strecken abseits der Drehkreuze eingestellt und externe Standorte aufgelöst. Nur noch 77 Prozent der heutigen Routen werden bedient, sofern diese Gewinne versprechen. Die Passagierzahl wird dadurch von 30 auf 19 Millionen im Jahr sinken. Langstrecken insbesondere in die USA werden ausgebaut, wovon man sich höhere Erträge verspricht. Mit nur noch drei Typen – A320-Familie, A330 und Q400 – sollen Wartungskosten gesenkt und die Ersatzteilversorgung verbilligt werden. mit einer Flottengröße von insgesamt 75 Flugzeugen plant. Dieser Unternehmensteil kann außerdem für den Großinvestor Etihad Airways sowohl Zubringerdienste für dessen Drehkreuz Abu Dhabi übernehmen als auch Langstrecken, etwa zwischen Deutschland und den USA, dank eigener Verkehrsrechte ergänzend für die Teilhaber aus Abu Dhabi bedienen. Mit ihrer hochwertigen, neuen Business Class nach Etihad- Vorbild dürfte airberlin im anspruchsvollen Liniengeschäft durchaus Chancen haben. TOURISMUSSPARTE WIRD MIT TUIFLY UND NIKI VEREINIGT Schließlich plant airberlin-Unternehmenschef Pichler als „dritten Streich“, das Touristikgeschäft mit 35 Jets in eine neue Holding in Österreich auszulagern, wo airberlin bereits die Tochter Niki Luftfahrt GmbH unterhält. Die neuen Tourismus-Holding-Teilhaber sollen airberlin-Großaktionär Etihad Airways (25 Prozent) und TUIfly (25 Prozent) sein, während die restlichen 50 Prozent eine österreichische Stiftung hielte. Ferienflüge und Pauschalreisen sind seit einigen Jahren für Airlines und Reiseveranstalter wieder deutlich einträglicher geworden. Allerdings reagiert dieser Markt sehr empfindlich und schnell auf politische Unruhen und Terroranschläge, wie man zum Beispiel am jüngsten Einbruch des Geschäfts im östlichen Für 2017 hat airberlin mit der A330 mehr US-Flüge angekündigt. www.flugrevue.de FLUG REVUE Dezember 2016 25

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