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FLUG REVUE 12/2016

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Flughäfen Lyon vor

Flughäfen Lyon vor großem Ausbau Flughafen Lyon-Saint-Exupéry IATA-Code: LYS ICAO-Code: LFLL Flugbewegungen im September: 10 204 (+ 5,4 Prozent) erwartete Passsagiere 2016: über 9 Mio. Kapazität der drei Terminals: 9,5 Mio. Fluggäste Kapazität mit künftigem Terminal 1: 15 Mio. Fluggäste Anteil von Niedrigpreis-Airlines am Gesamtaufkommen: 28 Prozent Luftfracht 2015: 48 800 t (plus 3,7 %) Das neue Terminal 1 (im Vordergrund) soll bis Ende 2018 komplett fertig sein. Fotos: Flughafen Lyon, Spaeth (1) Mehr geben die Verkehrsrechte nicht her. Das Passagieraufkommen ab Lyon stieg 2015 um über 13 Prozent. In diesem Jahr kamen tägliche Dienste mit der Boeing 787 von Air Canada nach Montréal und von Dakar im Senegal mit Aigle Azur sowie von Moskau mit Aeroflot hinzu. Neu sind seit August auch tägliche Flüge mit Flybe nach Hannover. Lyon bietet Nonstop-Verbindungen zu 91 internationalen Zielen. Auffällig sind die dichten Frequenzen nach Nordafrika, vor allem Algerien: Neun Ziele fliegt Air Algérie von Lyon aus an, teilweise wegen des hohen Aufkommens mit dem Airbus A330. Mit einer A330 bedient XL Airways France die Langstrecke zur Insel La Réunion, einem französischen Übersee- Département im Indischen Ozean. „Unterversorgt sind wir noch mit Verbindungen nach Skandinavien und Osteuropa“, sagt Stéphane Geffroy. Auch Flüge nach China und in die USA stehen auf der Wunschliste. Qatar Airways wird mittelfristig in Lyon erwartet, nachdem sie bereits die entsprechenden Verkehrsrechte besitzen. Besonders schnell wachsen in Lyon die Niedrigpreisairlines, ihr Anteil hat sich innerhalb von sieben Jahren verdoppelt und betrug zuletzt gut 28 Prozent. easyJet betreibt mit sieben stationierten Airbus-Jets hier ihre zweitgrößte französische Basis. Auch Transavia France hat inzwischen drei Boeing 737 stationiert. „Billigflieger werden hier bald auf einen Anteil von 40 Prozent kommen“, prophezeit Flughafen-Chef Philippe Bernand. Einige Turbulenzen hat Air France erlebt, die in Lyon vor Jahren zeitweise ein eigenes Drehkreuz betrieb, sich dann weitgehend zurückzog, und jetzt ihre Regionaltochter HOP! einsetzt. 38 Ziele und drei saisonale Destinationen werden von HOP! ab Lyon angeflogen. Dank kurzer Wege liegt die Mindestumsteigezeit bei nur 25 Minuten. 99 Prozent aller Umsteiger erreichen ihre Anschlüsse, be- HOP! führt die früheren Regionalverbindungen von Air France weiter und nutzt das zentral gelegene Lyon als Umsteigedrehkreuz. Der schon heute sehr weitläufige Flughafen könnte dank Geländereserven seine Größe noch verdoppeln. 32 FLUG REVUE Dezember 2016 www.flugrevue.de

Nordafrika ist durch zahlreiche Liniengesellschaften mit Lyon verknüpft. PARIS BLEIBT TROTZ TGV DAS WICHTIGSTE ZIEL tont der Flughafen. Im Inland ist Paris das wichtigste Flugziel mit rund einer halben Million Passagiere im Jahr. Dabei benötigt der bereits 1981 eingeführte Hochgeschwindigkeitszug TGV vom Stadtzentrum bis Paris nur eine Stunde und 58 Minuten im Schnitt. Derzeit verfügt der Flughafen über drei Terminals. Die Gesamtkapazität liegt bei 9,5 Millionen Passagieren im Jahr. Für September 2017 ist der Quantensprung geplant: Dann eröffnet der erste Abschnitt des größten Bauwerks in der Geschichte des Flughafens. Das neue Terminal 1, das bis Herbst 2018 vollständig in Betrieb geht, wird 70 000 Quadratmeter Fläche bieten. Es schafft alleine die Abfertigung von 15 Millionen Passagieren pro Jahr. Passagierkomfort wird großgeschrieben, auf drei Etagen werden 10 000 Quadratmeter allein für Restaurants, Entspannungsbereiche und Geschäfte reserviert. Terminal 1 verfügt über acht gebäudenahe Abfertigungspositionen, von denen zwei A380-tauglich sein werden. Neuerdings unterirdisch angebunden ist ein Satellitengebäude, das bisher mit Bussen bedient wurde und mit weiteren elf Vorfeld-Parkpositionen aufwartet, allerdings ohne Fluggastbrücken. Der Flughafen Lyon ist in der glücklichen Lage, mit seinen zwei parallelen Start- und Landebahnen über ausreichend Bahnkapazität zu verfügen, auch wenn die Pisten für unabhängigen Parallelbetrieb zu nahe beieinander liegen. „Wir können bis zu 53 Flugbewegungen pro Stunde abwickeln. Die kürzere Bahn dient meist für Landungen“, erklärt Stéphane Geffroy. Und Lyon hat noch einen Trumpf in der Hinterhand, um den es die meisten Airports beneiden dürften: Das Flughafenareal von 1150 Hektar könnte auf die doppelte Größe erweitert werden. Derzeit gebe es aber keinerlei Anzeichen, wann der Flughafen in der Fläche expandieren werde, sagt der Marketingchef. FR Air Canada bedient Lyon neuerdings mit einer eigenen, täglichen Verbindung aus Montréal. Der TGV-Flughafenbahnhof wird von einem flügelförmigen Dach gekrönt. www.flugrevue.de FLUG REVUE Dezember 2016 33

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