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FLUG REVUE 12/2016

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Historie Technische

Historie Technische Daten Canadair DC-4M Hersteller: Canadair Ltd. Typ: Verkehrsflugzeug Antrieb: 4 Rolls-Royce Merlin 622 Leistung: 1315 kW (1760 PS) Länge: 28,49 m Höhe: 8,38 m Spannweite: 35,81 m Flügelfläche: 135,3 m 2 Leermasse: 22 655 kg max. Startmasse: 36 095 kg Höchstgeschwindigkeit: 412 km/h Reisegeschwindigkeit: 385 km/h Reiseflughöhe: 7620 m Startstrecke: 1770 m Landestrecke: 975 m Reichweite: 4850 km mit vollem Tank, 2540 km mit voller Nutzlast Historie pur finden Sie im der Luftfahrt Spannende Dokumentationen über historische Flugzeuge und ihre faszinierende Technik. Ausgabe 1 ab dem 28. November am Kiosk 84 FLUG REVUE Dezember 2016 www.flugrevue.de

Für die RCAF flog die C-54M nach Asien und Europa. Das Cockpit entspricht dem Standard der späten 1940er Jahre. Ab Oktober 1947 wurden auch die von TCA bestellten 20 DC-4M-2 ausgeliefert. Sie hatten rechteckige Fenster, Druckkabinen sowie eine auf 36 196 Kilogramm erhöhte maximale Abflugmasse. Die Airline nutzte ihre North Stars bis Mitte 1961. Die RCAF wurde ab September 1947 mit 17 North Star Mk 1 (C-54GM) ausgerüstet, mit einer Abflugmasse von 35 380 Kilogramm. Sie wurden der No 426 Transport Squadron in Dorval zugeteilt, die am 1. April 1948 den regulären Flugbetrieb aufgenommen hatte. Ab Juli 1950 waren die North Stars unter Führung des US Military Air Transport Service stark in die Versorgung der UN-Truppen im Koreakrieg eingebunden. Danach waren sie lange für die Unterstützung von Jagdverbänden in Deutschland, Frankreich und Großbritannien im Einsatz. Die Außerdienststellung wurde am 8. Dezember 1965 in Trenton gefeiert. In den 1960er Jahren flog die DC-4M für kleine Charterfluggesellschaften. Obwohl die Lizenzbedingungen von Douglas den Export der North Star offenbar stark einschränkten, nutzte Canadair die Möglichkeit, die sich in Großbritannien bot: Nachdem sich die Avro Tudor als ungeeignet für die Anforderungen der British Overseas Aircraft Corporation (BOAC) erwiesen hatte, bestellte diese am 30. September 1948 insgesamt 22 Flugzeuge. Der Preis für die Flotte lag inklusive Ersatzteilen bei 16,6 Millionen kanadischen Dollar. BOAC führte die Flugzeuge, die von Canadair als C-4 bezeichnet wurden, als „Argonaut“-Klasse und vergab individuelle Namen wie „Antaeus“, „Adonis“, „Arion“ oder „Althea“. Ihren Erstflug absolvierte die C-4 am 6. März 1949 mit Al Lilly und Bill Longhurst. Die Lieferungen begannen bereits am 21. März. In den folgenden Monaten wurde die Streckenerprobung durchgeführt, bevor dann ab August der Einsatz auf Routen wie London – Rom – Kairo – Basra – Karatschi – Kalkutta – Rangun – Bangkok – Hongkong begann. Anfang 1950 nahm BOAC auch Südatlantikdienste mit der Argonaut ins Programm. Queen Elizabeth flog mit einer Argonaut im Februar 1952 als neue Königin von Nairobi nach England zurück. Der letzte C-4-Linienflug bei BOAC war bereits am 8. April 1960. MOTORENLÄRM BLEIBT STÄNDIGES PROBLEM Neben BOAC bestellte noch Canadian Pacific Airlines die C-4-1. Vier Flugzeuge wurden ab Mai 1949 ausgeliefert und kamen zunächst auf der Transpazifik-Strecke von Vancouver nach Australien zum Einsatz. Die letzten wurden schon 1951 wieder außer Dienst gestellt und an TCA verkauft. Viele der Flugzeuge fanden später neue Käufer wie British Midland Airways, Overseas Aviation und andere Charterfluggesellschaften. Vier Argonauts gingen 1960 auch an die Royal Rhodesian Air Force. Die Konstruktion hatte sich nach anfänglichen Schwierigkeiten mit den Merlin-Motoren als robust und zuverlässig erwiesen. Ein Kritikpunkt ließ sich aber trotz Änderungen an der Abgasführung nie abstellen: Die Motoren mit ihren Ladern waren so laut, dass in der Kabine Lärmwerte von bis zu 110 Dezibel gemessen wurden. FR www.flugrevue.de FLUG REVUE Dezember 2016 85

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